Die Arbeitswoche endete gestern, also am Freitag, mit weniger guten Nachrichten, die aber in diesem Beitrag keine weitere Rolle spielen...

Die Arbeitswoche endete gestern, also am Freitag, mit weniger guten Nachrichten, die aber in diesem Beitrag keine weitere Rolle spielen sollen. Vielmehr wird von den Kompensationsmaßnahmen die Rede sein, zu denen (a) eine noch am Freitagabend fortzusetzende Pimp-my-WLAN-Router-Aktion zählte und (b) der heutige Kinobesuch.

Transporter 3

Ohne den geneigten Leser mit technischen Details langweilen zu wollen, sei zu (a) erwähnt, daß auf einen nagelneuen Linksys WRT54GL WLAN-Router eine Open-Source Firmware (OpenWRT, für die Experten;) aufgespielt wurde. Selbige ermöglicht einige interessante Spielereien, so bspw. eine Erhöhung der Sendeleistung oder die Installation eines Web-Servers direkt auf dem Router. Die Installation der erwähnten Firmware verlief problemlos, nur beim Versuch, die Original-Firmware auf das Gerät zurückzuspielen, ging wohl etwas schief. Erheblich schief. So schief, daß das Gerät ge-brick-t ist! Kaputt, Game over, aus und vorbei. Beim Einspielen neuer Firmwares (egal ob Router, Handy, DVB-T-Box etc.) gibt’s immer ein gewisses Brick-Risiko, aber das Zerschießen eines nagelneuen Routers war dann wohl nicht als brauchbare Maßnahme gegen weniger gute Nachrichten geeignet.
   Kommen wir dann zu (b) und dem Kinobesuch. Transporter 3 sollte es sein. Würde man auf die Kritiken hören, so wäre das eher ein Film für’s Heimkino. Und recht haben sie! Während der erste Teil hervorragend war, der zweite schon als billiger Abklatsch eher dahinplätscherte aber zumindest einige passable Action-Szenen bereithielt nun dieser müde, dritte Versuch. Von Story kann nicht gesprochen werden. Der Film hangelt sich an dünnen, tlw. emotionsversuchten dann aber doch irgendwie -losen Handlungssträngen von Verfolgungsszene zu Verfolgungsszene. Von denen es ca. vier, maximal aber fünf, geben dürfte. Ich wäre wahrscheinlich vor Langeweile eingeschlafen, wenn mich meine geschätzten Kinomitbesucher und Nebensitzer nicht wach gehalten hätten.
   Freundlicherweise haben die Kollegen rechts von mir etwa 40% Redeanteil am ganzen Film gehabt. Vielleicht haben sie den Inhalt ihres Popcorn-Eimers diskutiert; fünf Liter dürften genug Redestoff bieten. Dann der Typ links von mir. Geschätzt 15 Olf. Oh, das Olf kennt wahrscheinlich keiner. Olf ist eine Maßeinheit zur Bewertung der Stärke einer Geruchsquelle. Wer den Wikipedia-Artikel nicht lesen möchte: Ruhende Person (gewaschen) 1 Olf, starker Raucher 25 Olf. Alles klar? Dann hatte er wohl eine Art erotische Beziehung zu seiner Jacke; zumindest wurde sie alle paar Minuten innigst umarmt, geknetet und befummelt. Eine Stelle hatte es ihm besonders angetan; die wurde Stück für Stück abgetastet, immer wieder. Aber vielleicht war’s auch eine Gebetkette, man weiß es nicht.
   Währenddessen musste der Typ rechts dringend noch eine SMS schreiben. Mitten im Film! Aber damit immer noch nicht genug! Es gibt da diese Cineasten, die sich nicht entspannt in den Kinosessel lümmeln können, sondern das Filmspektakel lieber nach vorne gebeugt mit den Ellenbogen auf den Knien verfolgen. Das hat der Typ links des Jackenfummlers gemacht. Und ich kann es nicht haben, wenn jemand so etwas macht. Im Kino sind gefälligst die Rückenlehnen zu benutzen! Reden ist ebenfalls inakzeptabel. Im Kino hat Ruhe zu herrschen! Und permanente Bewegungen sind auch störend. Zwanghaft repetierte Bewegungsmuster sind im Kino zu unterlassen! Äh, ja, vorher duschen wäre auch nett. Spricht also einiges für ein vernünftiges Heimkino. ;-)
   Da kann anscheinend nur noch ein Fleischturm aus dem Gourmetrestaurant zum goldenen Doppelbogen für die nötige Portion Endorphine sorgen. Gulp.

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