Mäuseorgel-Performance: We wish u a merry x-mas

Sind es nicht stets die großen Dinge, die Auge und Herz erfreuen? Die Industrie hat es schon längst verstanden, und...

Sind es nicht stets die großen Dinge, die Auge und Herz erfreuen? Die Industrie hat es schon längst verstanden, und schmückt ihre Produkte nicht nur mit einem hübschen, sondern gerne auch viel zu großem, Äußeren oder Inneren, um den Verbraucher mehr vorzugaukeln, als da wirklich ist. Das viel zu große Innere ist bspw. sehr schön bei der Waschmittelindustrie zu sehen. Sie hat mit dem size does matter-Prinzip viele Jahre erfolgreich gearbeitet, indem sie ihren Produkten Füllstoffe beigemengte, die aus, eigentlich handlichen, Waschmittelkonzentraten riesige 10kg-Tonnen zauberten. Mit Steigerung der Werbeparolen von intensiv über super zu mega & Co. wurde parallel die Füllstoffmenge reduziert, und endlich stehen wir heute da, wo wir schon vor 20 Jahren hätten sein können: handliche Waschmittelbehälter, deren Inhalt genau so gut wäscht, wie zu Zeiten des “weißen Riesen”. (Glaubt doch wohl keiner ernsthaft, daß sich der Waschkraftzuwachs proportional zu den Superlativen der Quarketingparolen verhält, oder?)
Mäuseorgel   Aber das soll weder ein weiterer Feldzug gegen die Konsumgüterindustrie sein, noch ein Plädoyer für den armen, hilflosen Konsumenten. Eigentlich wollte ich über die kleinen Dinge sprechen, die bisweilen das Auge und Herz viel mehr erfreuen können, als die Großen. Und nun, zu Weihnachten, fiel mir so ein kleines Etwas in die Hände. Eine Mäuseorgel, wahrscheinlich eher unter dem Namen Drehorgel bekannt. Sie spielt “We wish you a merry Christmas” und weil’s so schön ist, habe ich weder Kosten noch Mühen gescheut, um sogleich eine Videoperformance in nahezu HDTV-Qualität aufzuzeichnen. Klick auf’s Bild führt zur High-Quality-Version der Mäuseorgel-Performance. Wer’s lieber billig will, der kriegt’s auch billig und kann sich hier mit der Low-Quality (=YouTube-Standard) Variante zufrieden geben. Enjoy! :-)

Kaufe niemals eine Version 1.0 (bspw. Siemens Gigaset SL785)

Der Titel dieses Beitrags ist nicht korrekt formatiert, denn das niemals müsste fettgedruckt und in doppelter Schriftgröße erscheinen. Und darüberhinaus...

Der Titel dieses Beitrags ist nicht korrekt formatiert, denn das niemals müsste fettgedruckt und in doppelter Schriftgröße erscheinen. Und darüberhinaus mindestens vier- bis achtmal wiederholt werden. Kaufe niemals eine Version 1.0 ist übrigens eine außerordentlich wichtige Lebens- und Verhaltensregel, an die ich mich aber dummerweise zweimal selber nicht gehalten habe. Beide Male bei Siemens. Zufall? Hier zumindest die Eine von zwei Geschichten als mahnendes Beispiel für professionelle und vorsätzliche Käuferabzocke.

Aus bestimmten Gründen musste mein altes Festnetztelefon, ein Siemens Gigaset C45, das treu seinen Dienst im Zusammenspiel mit einem GN Netcom 9120GAP Headset verrichtete, in Rente gehen. Finder mit Applets/Droplets Bei der Suche nach einer Alternative stiess ich auf das flatschneue Siemens Gigaset SL785 (nebenstehendes Pressebild Copyright by Siemens). Neben einem gelungenen Äußeren (Geschmackssache, schon klar) waren auch die inneren Werte überzeugend. Für mich kaufentscheidend u.a.

  • EcoMode+ Wenn das Handteil (SL78H) in der Basisstation steckt, reduziert sich die Sendeleistung auf Null Prozent. Habe keine Strahlenphobie, aber wenn ich reduzieren kann, dann tue ich es auch.
  • Listening in Feature, um alle an der Basisstation angemeldeten Endgeräte in einer Konferenz zusammenschalten zu können. Wird für ein komfortables Zusammenspiel mit dem GN Netcom Headset benötigt.
  • Pimp-my-Phone Möglichkeit, eigene Klingeltöne und CLIP Picture auf das Handteil aufzuspielen. Spiele halt gerne. ;-)

Der Liefertermin hat sich zweimal verschoben. Wahrscheinlich weil die Siemensentwickler den in Stein gemeisselten Launchtermin vor Augen habend, panisch die letzten Bugs beseitigen mussten und dann doch nicht fristgerecht fertig wurden. Am Ende die Lieferung, Auspacken, Anschließen. Und glücklich sein?

Mitnichten. Bzgl. der Basisfunktionen, also telefonieren und Anrufbeantworter, keine Klagen von meiner Seite. Auch das Koppeln der Basisstation mit dem GN Netcom Headset funktioniert reibungslos. Aber kommen wir zu den o.g. Features.

  • EcoMode+ Es gibt in der Tat Menüpunkte, um den EcoMode (20% Strahlung) und EcoMode+ (0% Strahlung) einzuschalten. Was in der Werbung allerdings verschwiegen wird und erst eine Anfrage beim Siemens-Service zu Tage förderte: Alle an der Basisstation angemeldeten Endgeräte müssen den EcoMode+ unterstützen, sonst geht nur EcoMode (ohne Plus). Und da das recht alte Headset den EcoMode+ nicht kennt, darf ich mich nun mit 80% Strahlenreduktion zufrieden geben. Naja, immer noch besser als vorher, denn das C45 hat ja permanent mit 100% Leistung die Wohnung “gebraten”.
  • Listening in Jetzt wird es interessant. Das “Listening in”-Feature existiert irgendwo vergraben in der Menüstruktur und lässt sich auch einschalten. Nur funktioniert es nicht so, wie bisher beim alten Gigaset C45. Die Sollverhaltensweise: Nummer am Handteil wählen, dann das Headset hinzuschalten und am Handteil auflegen. Die Istverhaltensweise: Nummer am Handteil wählen. Ende. Denn das Hinzuschalten des Headsets will nicht gelingen. Nur über den mühseligen Weg, eine interne Gesprächsweitergabe zum Headset durchzuführen, was einige Tastendrücke mehr kostet und den Angerufenen i.d.R. mit einer Wartemelodie beglückt. Nicht schlimm? Nun, warum funktioniet es bei der “alten Möhre” C45, nicht jedoch beim neuen Gigaset-Flagschiff? Es geht um Komfort und der ist beim Wählen einer Rufnummer nicht mehr gegeben. Sehr ärgerlich. Eine entsprechende Anfrage beim Siemens-Service verlief bisher ergebnislos. Man bat mir einen Telefontermin an, um das Problem fernmündlich zu erörtern. Honi soit qui mal y pense…aber ich bin ein Schelm und unterstelle, daß sie mir nicht per E-Mail eine Fehlfunktion bestätigen möchten. Könnte ja sein, daß ich diese Information in irgendwelche Foren weitertrage und für schlechte Publicity sorge…
  • Pimp-my-Phone Hahaha, jetzt wird’s richtig lustig! Mit dem SL785 wird eine Software für den PehZeh (nur PC, nicht Mac!) geliefert, mittels derer Outlook-Kontakte synchronisiert werden können. Darüberhinaus dient die Software dem Einspielen von Firmware-Updates auf das Handteil SL78H sowie – genau! – dem Übertragen von eigenen Klingelmelodien und CLIP Pictures. Nach der Installation der Software wundere ich mich, daß der einzige ausgegraute Button jener für die Klingelmelodien und CLIP Pictures ist. Keine Chance, eigene Klingeltöne auf das Handteil zu bringen. Natürlich Anfrage beim Siemens-Service, der aber auch dieses Problem mit dem o.g. Telefonvorschlag abkanzelt. Mittlerweile bin ich schlauer, denn zum Beleg, daß diese Funktion zum Auslieferungszeitpunkt tatsächlich nicht zur Verfügung stand, ist der Siemens Service Downloads-Seite nunmehr folgender Hinweis zu entnehmen “Download von Klingelmelodien und Picture CLIP’s wird mit dem nächsten Firmware-Update, voraussichtl. Frühjahr 2009, unterstützt”.

Soweit ich weiß, spricht man, zumindest bei letztgenanntem Punkt, von einem arglistig verschwiegenen Mangel. Aber wer schonmal mit Produktmanagement und Business Cases zu tun hatte, weiß natürlich, wie das bei Siemens gerechnet wurde. Ein eher teures Produkt für eine eher kleine Zielgruppe in der die meisten mit reiner Telefonie zufrieden sein dürften. Darin eine verschwindend kleine Splittergruppe, die “Listening in” und vielleicht auch noch Klingelmelodien/CLIP Pictures nutzen möchte. Für die wird ein entsprechender Customer Care- und/oder Widerrufs-Posten in den Business Case eingewurstet und fertig ist das Thema. So einfach kann man Bananenprodukte (=reifen beim Käufer) auf den Markt schmeißen.

Aber Hand auf’s Herz: Renne ich jetzt zum Verbraucherschutz? Mache ich meine Rechte geltend? Tausche ich das Gerät wg. arglistig verschwiegenen Mängeln um? Oder warte ich brav bis zum nächsten SW-Update im Frühjahr 2009 in der blinden Hoffnung auf Reparatur bzw. Nachlieferung der zum Kaufzeitpunkt versprochenen und beworbenen Funktionalitäten? Macht eben doch Sinn, sich an bewährte Lebens- und Verhaltensregeln zu halten, bspw.: Kaufe niemals, niemals, niemals, niemals eine Version 1.0 von irgendwas.

[Update, 19.12.2008] Habe gerade diesen Beitrag editiert, um den obigen Link zu GN Netcom/Jabra einzufügen und dabei drei Dinge festgestellt:

  1. GN Netcom wurde offensichlich von Jabra gekauft.
  2. Das 9120-Modell firmiert jetzt unter der Bezeichnung Jabra GN9120 (Duo).[Update, 18.10.2010] Das ehemalige 9120-Modell ist jetzt als Jabra GN9125 Series auf der Jabra Site zu finden.
  3. Dafür gibt es aber eine Akku-Rückrufaktion für 9120er Headsets aus der Zeit Jan05 bis Sep08! Habe bereits den Ersatzakku angefordert… ;)

[Update 2, 27.12.2008] Hahahahaha. Und hier endlich, nach zweimaliger Nachfrage, die Antwort des Siemens-“Service”. Fasten your seatbelts!

Die Markteinführung des Gigaset SL780/SL785 war ursprünglich zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Auf Grund der großen Nachfrage entschieden wir uns für eine frühere Markteinführung des Telefons. Der volle Funktionsumfang des Gigaset SL780/SL785 steht ab März 2009 durch ein Softwareupdate zur Verfügung.

Führen Sie bitte ein Update des Gigaset SL78H über die Software QuickSync durch. Die aktuellste Version ist die 75 030 00. Testen Sie danach die Gesprächsübernahme durch drücken der Headset-Taste. Ist die Gesprächsübernahme nicht möglich, ist die Gesprächsübernahme lediglich über das interne Weiterleiten möglich.

Wie unglaublich frech kann man eigentlich sein?!

[Update 3, 10.02.2008] Habe SW-Update des SL78H auf die aktuellste Version 75.030.00 durchgeführt. Die Hoffnung war klein und das Ergebnis ist wie erwartet: Gesprächsübernahme weiterhin nur über internes Weiterleiten möglich. :-(

[Update 4, 17.04.2009] “voraussichtl. Frühjahr 2009” war als Termin eines Updates genannt, mit dem der Download von Klingelmelodien und Picture CLIPs endlich funktionieren soll. Mittlerweile steht eine neue QuickSync-Software auf der Siemens Service Downloads-Seite bereit, die die gewünschten Funktionalitäten nachliefert. Ein schlappes halbes Jahr nach Marktlaunch… Immerhin: Die Übertragung eigener Klingeltöne als “Midi and real Sounds (e.g. MP3, AAC, …) with automatic conversion to G.722 format” funktioniert. Ein über QuickSync durchgeführtes Firmware-Update zeigt, daß auch hier eine neue Version, nun mit Versionsstand 75.114.00 verfügbar ist. Aber leider bleibt der größte Wermutstropfen erhalten: Auch mit dieser Firmware-Version ist eine Gesprächsübernahme auf dem Headset nur über internes Weiterleiten möglich.

WordPress Update Orgie

Unglaublich! Nach zähem Ringen mit mir selbst, habe ich vor drei Tagen meine WordPress-Installation endlich von 2.5.1 auf 2.6.5 aktualisiert....

Unglaublich! Nach zähem Ringen mit mir selbst, habe ich vor drei Tagen meine WordPress-Installation endlich von 2.5.1 auf 2.6.5 aktualisiert. Da stets einige mehr oder weniger nervige Handgriffe nötig sind, hatte ich ein paar Versionsstände mutwillig ausgelassen, um erst dann ein Upgrade durchzuführen, wenn die aktuelle Version Stabilität verspricht. Zwar ist Version 2.7 seit geraumer Zeit in Arbeit, aber aus irgendeinem Grund, vielleicht Erdstrahlen oder Quantenzombies aus dem All, lachte mich vor drei Tagen die 2.6.5er an…
   Nun, besagte drei Tage später, wird Version 2.7 veröffentlicht, hark, hark! Wirklich unglaublich! Muß ich schon wieder upgraden. Aber 2.7 ist verlockend, da es nun endlich einen Update-Manager gibt, der ein One-Klick-Upgrade ermöglichen soll. WordPress ist hervorragend, aber ein automatischer Update-Manager war lange überfällig. ;-)
   [Edit] Nun denn, Version 2.7 ist up and running! Dashboard komplett überarbeitet und deutlich übersichtlicher als zuvor. Das gesamte Look’n’Feel wirkt sehr aufgeräumt und durchdacht. Gemäß Aussage der Entwicklergemeinde sind sehr viele Nutzerwünsche in die Gestaltung des “neuen” Dashboards eingeflossen. Gute Arbeit!

Von der Dose zum Mac: Droplets in der Finder-Toolbar

Die Toolbar des Mac-Finders, vgl. Screenshot, lässt sich in Mac OS X (Leopard) sehr einfach per Drag’n’Drop mit eigenen Applikationen,...

Finder mit Applets/DropletsDie Toolbar des Mac-Finders, vgl. Screenshot, lässt sich in Mac OS X (Leopard) sehr einfach per Drag’n’Drop mit eigenen Applikationen, Verzeichnissen, Links zu Dateien etc. erweitern. Apple bietet in seinem Archiv bereits einige interessante Applescript Applets und Droplets an. Hier drei weitere Droplets in Ergänzung dieser Sammlung:

Open Terminal HereOpen Terminal Here Das Applet/Droplet öffnet ein Terminal-Fenster und wechselt zum aktuellen Finder-Verzeichnis.

Open in BBEditOpen in BBEdit Dieses Applet/Droplet ist im Auslieferungszustand nur für Nutzer von BBEdit interessant: Die im Finder markierte(n) Datei(en) werden im Editor BBEdit geöffnet. Mit ein wenig Experimentierfreude kann die zum Öffnen verwendete Datei im AppleScript main.scpt im Applikations-Package (Rechtsklick, dann Show Package Contents) unter Contents/Resources/Scripts den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

Path to ClipboardPath2Clipboard Drag and Drop einer Datei auf dieses Droplet kopiert den Pfad zu dieser Datei im POSIX-Format (=mit Slashes) in die Zwischenablage.

Die drei Applets/Droplets stehen als 36 kB große zip-Datei Droplets.zip zum Download bereit. Nach dem Entpacken die Applikationen bspw. ins Applications-Verzeichnis kopieren und diese von dort einzeln per Drag’n’Drop in die Toolbar des Finders ziehen. Fertig!

Von der Dose zum Mac: Spaltenreihenfolge im Finder

[Update] Offensichtlich geht es bei Leopard auch mit deutlich weniger Schmerz. Danke an detto (siehe erster Kommentar) für den exzellenten...

[Update] Offensichtlich geht es bei Leopard auch mit deutlich weniger Schmerz. Danke an detto (siehe erster Kommentar) für den exzellenten Tip! :-)
   Die Standardreihenfolge der Spalten im Finder zeigt üblicherweise den Namen gefolgt vom letzten Modifikationsdatum, Dateigröße und Typ der Datei. Zwar lässt sich diese Reihenfolge durch Verschieben einer Spalte (Drag’n’Drop des Spaltentitels) ändern. Allerdings gilt diese Änderung nur für das jeweils geöffnete Verzeichnis. Eine Möglichkeit die Spaltenreihenfolge als globale Einstellung für alle Verzeichnisse zu ändern ist im MacOS nicht vorhanden.
   Da mich die Dateigröße generell weitaus mehr interessiert als das Modifikationsdatum, kann so eine Restriktion nicht einfach hingenommen werden. Der hier beschriebene Lösungsweg führt über eine Änderung der Finder Property List com.apple.finder.plist, zu finden unter /Users/<username>/Library/Preferences, zum gewünschten Ergebnis.
   Die Datei kann mit Apples Property List Editor bearbeitet werden, der mit den Apple Developer Tools installiert wird. Wer die Developer Tools nicht besitzt und einen Download der gigabytegroßen Entwicklungs-Suite scheut, ist mit dem schlanken PrefSetter ebensogut bedient.
   Das Vorgehen wird unter Verwendung des PrefSetters beschrieben: Nach Start in der Liste der User Preferences com.apple.finder.plist mit Doppelklick auswählen. Es öffnet sich eine Detailansicht der in dieser Liste abgelegten Properties. Dort StandardViewOptions, darunter ListViewOptions, dann Columns öffnen. Alle Elemente von Item2 (ColumnPropertyID modd) und Item4 (ColumnPropertyId phys) austauschen. PrefSetter beenden und den Finder mit Rechtsklick+Alt auf das Finder-Icon im Dock neu starten. Piece of cake!