Google Analytics datenschutzkonform einsetzen

Für den datenschutzkonformen Einsatz von Google Analytics auf mobilen Browsern bedarf es spezieller Massnahmen zur Sicherstellung des Widerspruchsrechts.

Google Analytics kann seit geraumer Zeit datenschutzkonform in Deutschland eingesetzt werden. Es gibt eine Vielzahl an Artikeln, bspw. Google Analytics datenschutzkonform einsetzen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und die Rahmenbedingungen für diesen konformen Einsatz ausführlich erläutern. Kurz gefasst, müssen die folgenden Bedingungen erfüllt sein:

  1. Abschluß einer Auftragsdatenvereinbarungserklärung mit Google. So ein Wortmonster können sich nur deutsche Behörden ausdenken, daher sprechen wir im folgenden von einer ADV.
  2. Datenschutzerklärung mit Passus zur Verwendung von Google Analytics.
  3. Anonymisierung der IP-Adressen, die von Google Analytics erfasst werden.
  4. Widerspruchsmöglichkeit (Opt-Out) für Besucher einer Website, um die Datenerfassung durch Google Analytics auszuschalten.

Dieser Artikel hier hat seinen Fokus auf dem Thema Widerspruchsrecht/Opt-Out, behandelt der Vollständigkeit halber aber auch die Punkte 1-3.

ad 1. Auftragsdatenvereinbarungserklärung (ADV)

Für den Abschluß der ADV stellt Google ein mit den deutschen Behörden abgestimmtes Dokument bereit. Hier runterladen. Zweimal ausdrucken. Beide Exemplare ausgefüllt und unterschrieben an Google Irland senden. Einige Wochen auf ein von Google unterzeichnetes Exemplar warten. Abheften. Fertig.

ad 2. Datenschutzerklärung

Der Passus zur Verwendung von Google Analytics in meiner Datenschutzerklärung ist umfassend und sollte den Konformitätsanforderungen genügen. Ich weise explizit darauf hin, dass ich keine Rechtsberatung geben kann und darf. Verwendung des Passus daher auf eigene Gefahr.

Datenschutzerklärung für die Nutzung von Google Analytics
Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. (“Google”). Google Analytics verwendet sog. “Cookies”, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Im Auftrag des Betreibers dieser Website wird Google diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten zusammenzustellen und um weitere mit der Website-Nutzung und der Internet-Nutzung verbundene Dienstleistungen gegenüber dem Websitebetreiber zu erbringen. Wir verwenden Google Analytics auch, um demographische Informationen und Informationen über Ihre Vorlieben zu sammeln (z.B. Alter, Geschlecht und Interessen), einschließlich Google Analytics Demographics und Interest Reporting. Mehr Informationen zu Demographics und Interest Reporting finden Sie hier.

Die durch den o.g. Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Auf dieser Website ist die sogenannte IP-Anonymisierung aktiv. Ihre IP-Adresse wird von Google dadurch innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum vor der Übertragung an die Google-Server verkürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse erst an einen Server von Google in den USA übertragen und dann dort gekürzt. Die IP-Anonymisierung erfolgt mit dem Google Analytics Flag zum IP-Masking.

Browser-Plugin zur Deaktivierung der Datenerfassung von Google Analytics
Google hält zum Zwecke des Widerspruchs gegen die Erfassung von Nutzungsdaten ein Browser-Plugin (s.u.) zur Deaktivierung von Google Analytics bereit. Die im Rahmen von Google Analytics von Ihrem Browser übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich werden nutzen können. Sie können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf Ihre Nutzung der Website bezogenen Daten (inkl. Ihrer IP-Adresse) an Google sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem sie dieses Browser-Plugin herunterladen und installieren.

Nähere Informationen zu Nutzungsbedingungen und Datenschutz bzgl. Google Analytics finden Sie in den Terms & Conditions bzw. in den Policies.

Der ganz am Anfang dieses Posts verlinkte Artikel von datenschutzbeauftragter-info.de stellt ebenfalls einen entsprechenden Passus bereit; dort gibt es auch eine englische Version sowie eine Ergänzung, falls AdWords und/oder Double-Click zum Einsatz kommen. Wer hierzu recherchiert wird meistens auf sich ähnelnde Formulierungen stossen, da die Blaupause von Google selber stammt.

ad 3. IP-Adressen anonymisieren

Google stellt aktuell zwei unterschiedliche Tracking Pixel für Google Analytics bereit: Zum einen das klassische Tracking Pixel, zum anderen Universal Analytics. Bei Letztgenanntem ist zur Anonymisierung der IP-Adresse die folgende Zeile im Tracking Kode hinzuzufügen.
ga('set', 'anonymizeIp', true);
Falls das klassische Tracking Pixel zum Einsatz kommt, wird die Anonymisierung mit der folgenden Ergänzung im Tracking Kode eingeschaltet.
_gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);

ad 4. Widerspruch / Opt-Out

Beim Thema Opt-Out geht es im Kern um die Bereitstellung von Tools oder Mechanismen, um dem Widerspruchsrecht des Website-Besuchers gegen die Erfassung seiner Daten durch Google Analytics gerecht zu werden.

Verweis auf Browser-Plugin für Opt-Out auf Desktop-Browsern

Einige Zeit war man davon ausgegangen, dass die Verlinkung eines von Google bereitgestellten Browser-Plugins, mit dem die Erfassung von Daten durch Google Analytics nach Installation des Plugins im Browser ausgeschaltet werden kann, genügen würde. Zwar wird dieses Plugin für alle gängigen Browser angeboten, es funktioniert jedoch nur im Zusammenspiel mit Desktop-Browsern! Auf den Browsern mobiler Geräte lassen sich in der Regel keine Plugins installieren, so dass hierfür eine andere – und zwar zusätzliche – Opt-Out-Möglichkeit angeboten werden muss. NB: Der oben zitierte Passus zur Datenschutzerklärung enthält bereits die Verlinkung auf das Browser-Plugin.

Opt-Out Link per Javascript für mobile Browser

Die gängigste Lösung, um den Widerspruch auch auf mobilen Browsern zu ermöglichen, bedient sich einiger Zeilen Javascript-Kode. Der Mechanismus ist einfach: Dem Besucher einer Website wird ein Link angeboten, dessen Klick ein Cookie setzt, welches wiederum Google Analytics den Do-not-track Wunsch des Nutzers mitteilt.

Für die Implementierung bei Verwendung des klassischen Google Analytics Pixels kann folgender Kode verwendet werden. Er entspricht dem Kode, der sich auf den Seiten von Rechtsanwalt Schwenke findet (GA mobile Nutzung), mit zwei Änderungen:

  1. Statt jQuery wird klassisches Javascript in gaOptoutStatus() verwendet. Es wäre ein Overkill nur zum Ändern einer Property die jQuery-Library einzubinden. Wer ohnehin jQuery nutzt, kann natürlich nach Belieben auch jQuery einsetzen.
  2. In gaOptoutToggle() wird das Cookie beim Opt-In, also wenn ein Website-Besucher sich entscheidet das Tracking wieder einzuschalten, auf false gesetzt, statt das Cookie zu löschen. Das hat aus Sicht von Google Analytics denselben Effekt, hilft aber beim Debugging.
<script type="text/javascript">
  var gaProperty  = 'UA-XXXXXXXX-XX';
  var disableStr  = 'ga-disable-' + gaProperty;
  var ga_disabled = "Google Analytics ist deaktiviert.";
  var ga_enabled  = "Google Analytics ist aktiv.";
  if ( document.cookie.indexOf(disableStr + '=true') > -1 ) {
    window[disableStr] = true;
  }
 
  //
  // set or unset cookie and update status.
  function gaOptoutToggle() {
    if ( window[disableStr] ) {
      document.cookie = disableStr + '=false; expires=Thu, 31 Dec 2099 23:59:59 UTC; path=/';
      window[disableStr]= false;
      gaOptoutStatus();
    } else {
      document.cookie = disableStr + '=true; expires=Thu, 31 Dec 2099 23:59:59 UTC; path=/';
      window[disableStr]= true;
      gaOptoutStatus();
    }
  }
 
  //
  // if element with id 'ga-disable' exists, change its content to current status.
  function gaOptoutStatus() {
    var a = document.getElementById( "ga-disable" );
    if ( a )
      if ( window[disableStr] )
        a.innerHTML = ga_disabled;
      else
        a.innerHTML = ga_enabled;
  }
 
  //
  // "document ready" in plain vanilla javascript 
  if ( document.addEventListener )
    document.addEventListener( "readystatechange", change_status, false );
  else if ( document.attachEvent )
    document.attachEvent( "onreadystatechange", change_status );
  else
    document[ "onreadystatechange" ] = change_status;
  function change_status( ) {
    if ( document.readyState === "complete" ) {
      if ( document.removeEventListener )
        document.removeEventListener( "readystatechange", change_status, false );
      else if ( document.detachEvent )
        document.detachEvent( "onreadystatechange", change_status );
      else
        document[ "onreadystatechange" ] = null;
      gaOptoutStatus( );
    }
  }
 
  //
  // Google Analytics Tracking Code
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', gaProperty]);
  _gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);
  (function() {
    var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
    ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
    var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
  })();
</script>

Die Variable gaProperty ist mit der eigenen Google Analytics Property zu belegen. Beim Einsatz des Universal Analytics Tracking Pixels muß der zugehörige Google Analytics Tracking Kode entsprechend geändert werden.

Nun fehlt nur noch ein Abschnitt in der Datenschutzerklärung, der dieses Verfahren beschreibt und natürlich den Opt-Out Link enthält.

Cookie Opt-out zur Deaktivierung der Datenerfassung von Google Analytics
Alternativ zum Browser-Plugin (Browser-Add-On) oder in Browsern auf mobilen Geräten, bei denen Browser-Plugins nicht funktionieren, verwenden Sie bitte den folgenden Link, um die Datenerfassung durch Google Analytics auf dieser Website zu (de)aktivieren. Wenn Sie Google Analytics deaktivieren wird ein Opt-Out-Cookie auf ihrem Gerät gesetzt, das die zukünftige Erfassung Ihrer Daten beim Besuch dieser Website verhindert: . Bitte beachten Sie, dass Sie nach dem Löschen von Cookies in ihrem Browser den Link erneut anklicken müssen.

Das Ganze sieht als HTML-Kode dann wie folgt aus:

<i>Cookie Opt-out zur Deaktivierung der Datenerfassung von Google Analytics</i><br />
Alternativ zum Browser-Plugin (Browser-Add-On) oder in Browsern auf mobilen Geräten,
bei denen Browser-Plugins nicht funktionieren, verwenden Sie bitte den folgenden Link,
um die Datenerfassung durch Google Analytics auf dieser Website zu (de)aktivieren.
Wenn Sie Google Analytics deaktivieren wird ein Opt-Out-Cookie auf ihrem Gerät gesetzt,
das die zukünftige Erfassung Ihrer Daten beim Besuch dieser Website verhindert:
<a rel="nofollow" href="javascript:gaOptoutToggle()" id="ga-disable"></a>.
Bitte beachten Sie, dass Sie nach dem Löschen von Cookies in ihrem Browser den Link
erneut anklicken müssen.

Bei der hier vorgestellten Lösung wird als Linktext der aktuelle Opt-Out-Zustand angezeigt: Wenn das Tracking aktiv ist (=kein Cookie gesetzt) erscheint “Google Analytics ist aktiv.”, wenn das Tracking nicht aktiv ist (=Cookie gesetzt) “Google Analytics ist deaktiviert.”

Im Zweifel fragt man jemanden, der Ahnung hat. Das gilt sowohl für die technische Implementierung als natürlich auch für die formaljuristische Prüfung der Vollständigkeit und Korrektheit der eigenen Datenschutzerklärung.

Slicy für MacOS – komfortabel Grafiken aus Photoshop Dateien ausschneiden

Wer mit Photoshop Grafiken für Web oder Apps erstellt, wird die Speicher-Funktion "Safe for Web..." gut kennen. Je mehr Grafiken von Hand aus einer Photoshop-Datei ausgeschnitten, ggf. skaliert und dann über diesen Weg gespeichert werden müssen, desto aufwendiger und mühseliger wird der Prozeß.

Slicy Logo Slicy vom Hersteller MacRabbit ist eine geniale MacOS Applikation, die diesen Ablauf per Drag’n’Drop automatisiert und damit extrem komfortabel gestaltet. Die Arbeit mit Slicy läuft dabei in drei simplen Schritten ab.

  1. Layer Gruppen oder einzelne Layer mit dem gewünschten Dateinamen benennen.
  2. Photoshop PSD Datei auf die Slicy-App ziehen.
  3. Grafiken werden automatisch von Slicy extrahiert und im gewünschten Zielformat abgespeichert.

Darüberhinaus verfügt Slicy über eine Änderungserkennung, d.h. sobald eine Photoshop-Datei geändert wurde, kann Slicy die enthaltenen Grafiken automatisch erneut extrahieren, ohne das dafür die Datei erneut in Slicy gezogen werden muß.

Der Ablauf im Detail anhand einer von Slicy mitgelieferten Beispieldatei (Basic Tagging): Inhalt sind vier Sterne, die mit Slicy automatisch extrahiert werden sollen.

Slicy Basic Tagging

Hier die Magie: Die Sterne-Layer werden mit den zukünftigen Dateinamen benannt, also Star1.png, Star2.png, etc.

Slicy Layer aus Beispieldatei

Die Slicy Applikation starten.

Slicy Startbildschirm

Photoshop-Datei auf die App ziehen. Slicy beginnt mit seiner Arbeit.

Slicy extrahiert Grafiken

Slicy zeigt nach der Extraktion die erkannten Grafiken aus der Photoshop Datei an. Nun kann über den Save-Button oben mit Wahl des Zielordners gespeichert werden.

Slicy nach getaner Arbeit

Nach dem Speichern fragt Slicy selbständig, ob zukünftige Änderungen an dieser Datei automatisch einen neuen Export-Vorgang anstoßen sollen. Sehr praktisch! Hier die ausgeschnittenen und exportierten Dateien; Transparency bleibt selbstverständlich beim Export erhalten.

Slicy extrahierte Dateien im Ordner

Slicy bietet noch weitere Funktionen wie bspw. Auto-Sizing für Retina Displays oder die Möglichkeit, bestimmte Bereiche in einer Grafik zu definieren, aus denen dann Teile extrahiert werden. Kurzum: Eine kleine und feine MacOS Applikation, die das Exportieren von Grafiken oder Teilen davon kinderleicht macht und daher unverzichtbar für jeden Web, App oder Icon Designer ist.

MacRabbit verkauft Slicy zum Preis von $29,- auf seiner Website macrabbit.com. Eine Testversion steht zum Download bereit.

Did you watch porn?

Auf eine solch schamlos indiskrete Frage dürften die meisten Kohlestoffeinheiten (gemeint sind Weibchen und Männchen) mit einem beherzt entrüsteten &#8220;Selbstverständlich...

Auf eine solch schamlos indiskrete Frage dürften die meisten Kohlestoffeinheiten (gemeint sind Weibchen und Männchen) mit einem beherzt entrüsteten “Selbstverständlich nicht!” anworten. Der zugehörige empörte Gesichtsausdruck wird aber in der Regel nur noch durch den Mangel an Glaubwürdigkeit einer solchen Aussage übertroffen. Dabei liegt es diesem Posting fern, mit einem ethischen Zeigefinger wichtigtuerisch in der Luft herumzufuchteln. Gehen wir also in medias res und zeigen, was es mit dem Web, den Browsern und dem Pornokonsum auf sich hat.

Did you watch porn?

Auf der Suche nach Informationen darüber, wie eine Web-Site alle auf dem Rechner eines Besuchers gespeicherten Cookies auslesen kann, hat der Datenkrake u.a. diesen Treffer aus dem Blog des Journalisten Andreas Winter produziert: Did you watch Porn? Dort erfahren wir, daß es, passend zum Betreff [s|m]eines Posts tatsächlich eine Seite gibt, die sich didyouwatchporn.com nennt. Und wir lernen, daß es um die Privatsphäre im Web schlecht bestellt sei, weil Web-Seiten Cookies auf den Rechnern ihrer Besucher speichern. Denn, so der Schluß, wenn eine Web-Site wie didyouwatchporn.com über die auf dem Rechner des Besuchers gespeicherten Cookies herausbekommen kann, welche (Porno-)Seiten dieser besucht hat, dann kann das theoretisch auch jede andere Seite. Und das gilt nicht nur für Schmuddelseiten, sondern ist natürlich auf beliebige Web-Sites nebst deren Inhalten erweiterbar: Politik, Shopping, Religion, etc.

Aber: Wo ist der Zusammenhang zwischen Cookies und besuchten Web-Seiten? Ganz einfach: Es gibt keinen! Oder anders gesagt: didyouwatchporn.com funktioniert, allerdings nicht auf Basis der auf dem Rechner eines Besuchers gespeicherten Cookies. Jeder Browser erlaubt einer Web-Site ausschließlich das Lesen der Cookies, die von dieser Site selber erstellt wurden. Es ist also nicht möglich, über das Auslesen irgendwelcher Cookies die besuchten Seiten eines Web-Surfers abzufragen. Demzufolge ist die Darstellung des Journalisten Winter nicht korrekt.

Es bleibt aber natürlich die Frage, wie didyouwatchporn.com funktioniert? In den guten alten Zeiten des Webs gab es den de facto Standard, noch nicht besuchte Links blau, aktivierte Links rot und bereits besuchte Links violett darzustellen. Und alle Web-Designer da draußen sollten nun einen kurzen Moment inne halten und sich fragen, warum so bekannte Platzhirsche wie Google oder Bing immer noch diesen Standards folgen (Hint: KISS, don’t make me think, gelernt ist gelernt).

Um Links entsprechend ihres Status einzufärben oder bspw. in der Adresszeile eine Web-Adresse während der Eingabe zu vervollständigen (oder auch Alternativen anzubieten), muß sich der Browser merken, welche Seiten bereits besucht wurden. Das macht so ein handelsüblicher Browser eben nicht über Cookies sondern über die sog. Browser-History. Im Firefox kann man sich die zuletzt besuchten Seiten bspw. über das Dreieck am rechten Rand der Adresszeile anzeigen lassen. Bei anderen Browsern gibt es ähnliche Möglichkeiten.

Mit entsprechenden Javascript-Kenntnissen lässt sich nun, unsichtbar für den Besucher einer Web-Site, eine beinahe beliebige Menge an URLs/Internet-Adressen durchprobieren, um zu sehen, ob diese schon einmal besucht wurden. Genau so arbeitet auch didyouwatchporn.com. Dort werden nach dem Laden der Seite im Hintergrund 567 Seiten mit mutmaßlich pornografischen Inhalten als unsichtbare Links in die Seite eingebaut. Im Anschluß wird geprüft, ob eine dieser verlinkten Seiten schon einmal besucht wurde. Im Positivfall gibt es eine entsprechende Meldung.

Did you watch porn?

Allen interessierten Lesern, die sich nur ungern für einen Test von didyouwatchporn.com in den Rotlichtbereich des WWW begeben möchten, stellen wir hier eine Test-Site zur Verfügung.

Haben Sie diese Seiten besucht?

Die Seite prüft gemäß Alexa-Ranking mit Stand 02.08.2010 ob eine oder mehrere der deutschen Top 40 Web-Sites schon einmal besucht wurden. Somit testen wir, abgesehen von Platz 28, nur unverfängliche Seiten.

Das Ganze wurde erfolgreich unter MacOS mit Chrome 5.0, Firefox 3.6, Opera 10.6 und unter Win7 mit IE 8.0 getestet. Mit dem Safari Version 5.0 (MacOS) konnte keine der Top 40 Sites als bereits besucht erkannt werden, obwohl einige davon definitiv zuvor besucht worden waren. Hier versagt auch didyouwatchporn.com, so daß Apple möglicherweise diese Lücke im Safari-Browser geschlossen hat.

Zum Stichwort Sicherheit sei noch erwähnt, daß nur das Abschalten der Browser-History vor einer solchen Spähattacke vollständig schützen kann. Löschen der History in Intervallen oder bspw. bei jedem Schließen des Browsers kann die Größe der Browser-History eindämmen und damit zumindest die Menge bereits besuchter Web-Sites, die mit der beschriebenen Systematik ermittelt werden könnten, reduzieren.

A better way of entering dates in web formulars

The currently used methods for entering dates in web formulars are awkward. After discussing some of the shortcomings and limitations...

The currently used methods for entering dates in web formulars are awkward. After discussing some of the shortcomings and limitations of the currently used methods, we will propose a better way of entering dates in web formulars.

Drop-Down ListNowadays, we usually encounter either drop down lists or calendars or a combination of the two. Short drop down lists are easily handled. But if they get longer, reaching their bottom-most entries is getting cumbersome. A typical drop down list to enter the day of a date has 31 entries. If you, e.g., want to enter the 29th, you have to move the mouse a pretty long way down the screen to finally arrive at number 29. This takes an awful lot of time. Sometimes, you even have to use the scrollbar inside of a drop down list! (Think of a list of countries.)

CalendarCalendars seem to be a better choice but suffer from one major drawback: Each calendar has to start on a specific date. If you stay in the same month and year you can finish your task quite fast. But if you have to choose a different month or year, you usually end up with multiple clicks of some kind of forward/backward buttons. This is time-consuming and not user friendly.

Bearing Fitts’s and Hick’s Law in mind, we present an alternative approach to entering dates, or any data in general, in web formulars esp. if you are dealing with long lists of values. Our solution uses the standard drop down list formular elements as a mnemonic anchor for the user but extends their functionality in such a way, that input of data with the mouse is easier than with the default elements. There is no change in behaviour for keyboard users.

Take a look at the following mockup showing an example for a typical web formular that requests personal data. Besides input fields for the first and last name, street, ZIP etc. we have three drop down lists for the birthday (“Geburtsdatum”).

The standard behaviour of these web formular elements is clear. Without any changes a click on the day drop down list would show all days from one to 31 with only minor differences in appearance and behaviour depending on the browser used.

Our proposal for a better way of entering dates uses Javascript and Layers/CSS to alter the default behaviour of the drop down lists. Upon activating the, e.g., drop down list for the day of birth using the mouse, a semicircle showing the numbers 1 to 12 springs into existence on the right hand side of the drop down element as shown in the following picture.

This way, all the numbers from 1 to 12 can be reached with the same amount of time using the mouse, i.e., all numbers have the same distance to the drop down list’s button element (i.e. the triangle) conserving mouse movement. Either the fast forward symbol left to number 12 ist used to scroll to the following numbers 13, 14 etc. Or you can use, even more conveniently, the scroll wheel of your mouse. As soon as number 1 scrolls “out” of the semicircle a fast backward symbol is shown at the top of the semicircle. Usability regarding scrolling heavily depends on the scroll speed. This is still subject to testing. A full 360° circle showing all numbers from 1 to 31 would be perfect, but either the circle is getting to big or the numbers are getting too small for the Art Directors to be happy. ;)

No voodoo how the month…

…and year will look like.

We are still optimizing the user experience. First tests indicate a notable improvement in the time used to enter dates in web formulars using the described semicircle-approach. As soon as the tests and optimizations have been finalized, we will show examples so you can try it out for yourself.

Scrolling, flexible Eingabefelder, Conversion Rate und die Top 10 Erfolgsfaktoren/Fehler im Web Development

[ad#468&#215;15] Eine kurze Sammlung interessanter Web-/Blogartikel, die sich mit dem Scroll-/Leseverhalten von Web Usern, flexiblen Eingabefeldern, der Conversion Rate als...
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Eine kurze Sammlung interessanter Web-/Blogartikel, die sich mit dem Scroll-/Leseverhalten von Web Usern, flexiblen Eingabefeldern, der Conversion Rate als nur einer von vielen wichtigen Web Metriken und den Top 10 Erfolgsfaktoren und Fehlern im Web Development beschäftigen.

Jakob Nielsen, Altmeister der Usability, berichtet von einer Eyetracking Studie zum Thema Scrolling and Attention. Wesentliche Erkenntnis: Obwohl vertikales Scrolling auf Web-Seiten mittlerweile gelernt und akzeptiert ist, verwenden nach wie vor 80% der Web User ihre Zeit, um Informationen “above the page fold” zu betrachten. Es lebe Pareto!

Luke Wroblewski schreibt eine kurze Abhandlung über Flexible Credit Card Inputs. Dabei geht es am Beispiel von Eingabefeldern von Kredikartendaten um Vorgaben, die dem Nutzer das Leben erschweren, indem eine Nummer bspw. unbedingt mit oder ohne Leerzeichen, eine Vorwahl mit oder ohne führende Null etc. eingegeben werden muß. LukeW empfiehlt flexible Eingabefelder, die nicht den Bedürfnissen einer im Hintergrund werkelnden Datenbank entspringen, sondern die intuitiv und ohne Beachtung restriktiver Eingaberegeln vom Nutzer bedient werden können. Don’t make them think!

Dr. Pete fügt im SEOmozBlog der Diskussion um Web Metriken seine Sicht zum Thema When Conversion Rate Isn’t Enough hinzu. Zwar ist die Conversion Rate eine wichtige Größe, um die Performance einer Web Site zu messen. Aber es ist eben nur eine Kennzahl, die, allein betrachtet, keinen Blick auf das große Bild gibt: “We just have to remember to never get so enamored with one metric that we neglect the big picture.”

Und noch einmal Jakob Nielsen – diesmal mit einer älteren Alertbox vom 12. März 2007. Drei Jahre alt, für Web-Verhältnisse gefühlt also eher 20 Jahre, und dennoch topaktuell! In den 10 High-Profit Redesign Priorities geht es um die Top zehn Maßnahmen mit denen das Web Business erfolgreicher wird. Hier sind sie: Email Newsletters, Informative Product Pages, High-Quality Photography, Product Differentiation and Comparisons, Support for Reordering, Simplified Text, Catering to Seniors, Gift-Giving Support, Search und User Testing. Dabei gehört m.E. User Testing eigentlich an den Anfang der Liste, aber Nielsen gibt selber die Erklärung, warum sich dieser Punkt am Ende befindet.

Passend zu den vorangegangen Redesign Priorities noch abschließend seine Top Ten Mistakes in Web Design. Letztes Update in 2007 und ebenfalls allesamt ohne Ausnahme gültig: Bad Search, PDF Files for Online Reading, Not Changing the Color of Visited Links, Non-Scannable Text, Fixed Font Size, Page Titles With Low Search Engine Visibility, Anything That Looks Like an Advertisement, Violating Design Conventions, Opening New Browser Windows und Not Answering Users’ Questions.