13
Apr/09
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Pimp my Rock Band Drums – Anschlagempfindlichkeit erhöhen

Ohne auch nur ansatzweise Werbung für das XBox360-Spiel Rock Band 2 (kurz RB2) machen zu wollen: Es ist grandios! :-) Über Microsofts Online Dienst XBox Live können vier Rockstars in RB2 miteinander spielen: Gitarrist, Bassist, Schlagzeuger und Sänger. Alternativ und wechselweise auch auf “-in” endend.
   Dem Schlagzeuger stehen, Stand heute, zwei Drum-Sets Rock Band Drums für das heimische Wohnzimmer zur Auswahl: Zum einen die vergleichsweise günstigen Rock Band Drums, bspw. für 49,95 € bei Amazon zu erstehen. Oder deutlich professioneller, aber mit ca. 330,- € auch sündhaft teuer, das ION Drum Rocker Drum Set. Kein Bild von letzterem, da es hier um die erstgenannte Low-Cost-Variante gehen wird.
   Die Rock Band Drums für 49,95 € sind erstaunlich wertiger, als der Preis vermuten lässt. Allerdings gibt es zwei nicht ganz unerhebliche Nachteile:

  1. Zum einen sind die Dinger beim Anschlag laut. Sehr laut. Während des Spielens kann man sich an einem unüberhörbaren Plastik-Tock-Tock-Tock erfreuen, wenn der Holz-Drum-Stick auf dem Pad landet. Das dürfte bereits den meisten Nachbarn den Garaus machen. Weil’s auf die Dauer wirklich nervt, hilft nur maximaler Schalldruck (PMPO – Prae Mortem Power Output) aus den Lautsprechern, um das Tock-Tock zu übertönen. Und spätestens mit dieser Maßnahme dürfte die Belastungsgrenze der meisten Durchschnittsanrainer schnell erreicht sein.
  2. Zum anderen wäre es wünschenswert, wenn die Drums empfindlicher auf den Anschlag reagieren würden. Zwar genügen in der Regel schon leichte Treffer mit dem Drumstick, um der entsprechenden Trommel einen Ton zu entlocken. Aber im Eifer des Spielgefechts kommt es immer wieder einmal vor, daß “Noten” verloren gehen, obwohl die Büchsen korrekt und zur rechten Zeit getroffen wurden.

Eine Internetrecherche offenbart schnell, daß das Problem bekannt ist. Vom Hersteller der Drums wurden zwei Versionen produziert: QM und EL. Die QM ist vornehmlich im amerikanischen Raum vertrieben worden während die EL ihren Weg nach Europa fand. Die beiden Arten lassen sich an der Unterseite der Trommeln voneinander unterscheiden. Die EL-Version hat vier Befestigungsgummis für die Deckplatte, die QM-Version nur drei. Wer die QM sein Eigen nennt, wird tlw. Probleme mit einer zu hohen Anschlagsempfindlichkeit haben. Hier gibt es zahllose Modifikationen mit Socken (sic!) und anderen obskuren Methoden, um die Empfindlichkeit herabzusetzen.
   Interessanterweise verhält es sich mit der EL also genau umgekehrt – die Anschlagempfindlichkeit ist, wie oben bereits beschrieben, tlw. zu niedrig. Aber auch hier haben findige Tüftler Modifikationen ersonnen. Sehr beliebt ist bspw. der “Coin Mod”, der relativ einfach umzusetzen ist und tatsächlich funktioniert!
   Allerdings soll hier den zahllosen und tlw. bebilderten “Coin Mod”-Schritt-für-Schritt-Anleitungen keine Weitere hinzugefügt werden. Stattdessen beschränke ich mich auf einige Anmerkungen zum Rock Band drums coin mod, der dortens gut nachvollziehbar beschrieben wurde.

  • Welche Version der Drums habe ich? Gut an der Unterseite der äußeren Drums zu erkennen. Bei der EL-Version sind vier Befestigungsgummis der Deckplatte auf der Unterseite zu sehen, bei der QM-Version nur drei.
  • Wie öffne ich die Pads? Hier müssen Gewalt und Fingerspitzengefühl in ein symbiotisches Gleichgewicht gebracht werden. Will heißen: Zu wenig Zugkfraft, und die Gumminuppel rutschen nicht aus ihren Löchern. Zu viel, und man läuft Gefahr, daß die Kabel abreißen. Bei den äußeren Pads hilft es ungemein, von der Unterseite der Pads gegen die Gumminuppel zu drücken. Die Nuppel der mittleren Pads sind geschmiert und sollten daher etwas leichter nachgeben.
  • Die 5ct.-Münze war für meine Sensoren etwas zu groß und passte nicht so wunderbar, wie in der Anleitung beschrieben. Habe daher auf die 1ct.-Münze eine 2ct.-Münze gelegt. Da merkt man auch gleich, wie selten 2ct.-Münzen sind. ;) Der Tip, die Unterseite der 2ct.-Münze mit Panzerband abzukleben sollte beherzigt werden. Sonst rappelt’s im Karton.

Abschließend noch ein Wort zum erwähnten Time-Lag: Selbstverständlich wollte ich RB2 in Dolby Digital genießen! Hatte dann jedoch mit einem erheblichen Time-Lag zu kämpfen, der das Spielen unmöglich machte. Mit den Synchronisationseinstellungen im Spiel war das Problem überhaupt nicht zufriedenstellend in den Griff zu bekommen. Erst die Rückstellung auf schnöden Stereoton hat wieder zu einem Drum-Erlebnis ohne Time-Lag geführt. Have fun!


10
Apr/09
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Größten Wert in einem Excel-Bereich finden

Um den größten Wert (oder genauer, den n-größten Wert) in einer Excel-Spalte zu finden, bietet sich die Funktion =LARGE an. Soll jedoch der größte Spatz in einem Zellbereich gefunden werden, müssen andere Kanonen her. Durch Verwendung einer Array-Formel, gibt es eine vergleichsweise komplizierte Lösungsvariante, denn ganz einfach geht’s für Zellbereiche mit den Funktionen =MIN und =MAX. Dank an Jens für diese Excel-Nachhilfe! ;-)
   Hier also die umständliche Lösung als Lehrstück für Array-Formeln.

   A   B
1  40  15
2  34  55
3  22  99
4  3   41

Mit der Formel =MIN(IF(A1:B4=MAX(A1:B4);A1:B4;"")) wird der größte Wert 99 aus Zelle B3 zurückgeliefert. Wichtig! Damit das Ganze funktioniert, muß die Formeleingabe mit Cmd+Shift+Return (Ctrl+Shift+Return für PCs) abgeschlossen werden. Nur so interpretieren Excel/Calc die angegebenen Wertebereiche korrekt als Arrays. Array-Formeln sind übrigens in der Formelansicht an den geschweiften Klammern {=MIN(IF(A1:B4=MAX(A1:B4);A1:B4;""))} zu erkennen. Noch ein Hinweis: Array-Formeln können nicht durch Eingabe der geschweiften Klammern erstellt werden. Es ist zwingend notwendig, die Eingabe mit der o.g. Tastenkombination abzuschließen.


9
Aug/08
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Weltuntergang

Das Ende der Welt ist nah. Das fürchten zumindest einige Experten, wenn voraussichtlich am 10. September der weltweit größte Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) des Kernforschungszentrums CERN an den Start geht. LHCDer LHC ist ein Partikelbeschleuniger dessen Bau an der Französisch-Schweizerischen Grenze rund 14 Jahre dauerte und etwa vier Milliarden Euro gekostet hat. Er wird als die größte, teuerste und stärkste Apparatur betrachtet, die jemals von Menschen zur Erforschung von Partikelkollisionen gebaut wurde.

Zur groben Funktionsweise: In einem 26,659 Kilometer langen Ring werden gegenläufig rotierende Protonenstrahlen durch supraleitende Magneten beschleunigt, um dann mit einer Energie von bisher unerreichten etwa sieben Teraelektronenvolt (1 TeV = 1012 Elektronenvolt) aufeinanderzuprallen. Das Experiment soll dabei helfen, das so genannte Standardmodell der Teilchenphysik, das den innersten Aufbau der Materie beschreibt, zu bestätigen oder zu erweitern.

Es ist derzeit nicht sicher, was die Ergebnisse der Experimente sein werden. Einige Wissenschaftler befürchten, daß theoretische Anomalien, bspw. kleine schwarze Löcher, Strangelets oder de Sitter Raum-Zeit-Transitionen, entstehen könnten. Einige dieser Ereignisse, so die Experten, hätten das Potential, um Materie fundamental zu verändern und unseren Planeten zu zerstören. Wer gegen den LHC mitklagen möchte, wird bspw. bei Walter Wagner et al. fündig.

Zusammengefasst das Endzeitszenario mit Eintrittswahrscheinlichkeit p=0,984: Wir haben eine Supermaschine gebaut, die nach Klick auf “Start” etwas brummt und zischt und surrt und dann über kurz oder lang einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum erzwingt. Durch dieses Wurmloch werden ein, zwei schwarze Löcher aus dem Mittelpunkt der Sonne auf die Erde transportiert (Beam me down, Scotty!), die sich aufgrund einer Binge-Eating-Störung zunächst alle Kernreaktoren einverleiben (Brainiac lässt grüssen), dadurch an Flatulenz erkranken und hernach allerlei nicht nur übelriechende sondern vor allem aggressiv-radikale Strange-Quarks in die Welt freisetzen (DS9, Quark: “Weibchen bedeuten Ärger.”). Selbige reduzieren die auf unserem Planeten wandelnden Kohlenstoffeinheiten (=Mensch & Getier, hatten die Vogonen etwa in V’Ger ihr Vorbild?) zu Kaonen, die ihrerseits unsere geliebte Erde verzehren, bis nur noch ein Hauch von Nichts die Lücke zwischen Venus und Mars füllt. Damit wäre auch geklärt, warum es “mit Kaonen auf Spatzen schießen” heißt… Also, carpe diem!


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20
Apr/08
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Total Recall wird Wirklichkeit

Zugegeben: Der Titel des Posts ist ein wenig reißerisch. Er bezieht sich auf eine Szene aus dem Film Total Recall (1990) von Paul Verhoeven. Übrigens ebenjener Paul Verhoeven, der uns auch den unvergesslichen Starship Troopers schenkte. Die Verfilmung bedient sich zwar im wesentlichen nur der Idee des gleichnamigen Romans von Robert A. Heinlein, aber dafür ist das Buch auch nicht wirklich lesenswert. ;)
   Aber zurück zu Total Recall. Da gibt es diese Szene, bei der Douglas Quaid – gespielt von Arnold Schwarzenegger – während der Flughafenankunft auf dem Mars durch einen Body Scanner geht. Auf einer überlebensgroßen Sichtfläche fallen daraufhin alle Hüllen: Nur noch Skelett und Quaids Waffe sind zu erkennen.
   Und nun hat uns (oder zumindest mich) der technologische Fortschritt wieder mal eingeholt. Der Flughafen von Los Angeles hat den ersten 3D-Ganzkörperscanner in Betrieb genommen. Ob die Scanner-Szene bereits in der Total Recall-Vorlage “We can remember it for you wholesale” von Philip K. Dick (1966) enthalten war? In jedem Fall wurde der Ganzkörperscanner vor 18 bis 42 Jahren antizipiert und das ist bemerkenswert.


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Mar/08
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†Joseph Weizenbaum

Am 05.03.2008 verstarb Joseph Weizenbaum im Alter von 85 Jahren. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Karriere erfuhr Weizenbaum eine Wandlung vom Computerwissenschaftler zum Wissenschafts- und Gesellschatskritiker, der sich selber gerne als “Ketzer der Informatiker” bezeichnete. Joseph Weizenbaum Als eines seiner berühmtesten Werke gilt das 1976 veröffentlichte Computer Power and Human Reason, das sich kritisch mit dem Problemfeld Computer und Gesellschaft auseinandersetzt. Vier Jahre zuvor veröffentlichte Weizenbaum in der ZEIT einen vielbeachtetetn Artikel zum Albtraum Computer, der als Einstieg Weizenbaums in den Computerkritizismus gilt. In einem kurzen und außerordentlich lesenswerten Artikel fasst Weizenbaum seine wesentlichen Glaubenssätze zusammen:

Wir gegen die Gier
Von Joseph Weizenbaum
Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen. Dafür müsste die weltweite Gesellschaft allerdings zur Vernunft kommen.

Die Naturwissenschaften sind nicht die einzige Quelle der Wahrheit. Das Fundament der Naturwissenschaften ist der Glaube, nämlich der Glaube, dass die Naturgesetze – nicht nur die, die wir heute kennen – im totalen Raum und seit Anbeginn und bis in die ewige Zukunft herrschen. Doch kein Experiment kann diesen Glauben verifizieren.

Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, der Natur Fragen zu stellen. Es gibt unendlich viele Fragen, die gestellt werden können. Von diesen müssen Wissenschaftler die wenigen wählen, die sie tatsächlich bearbeiten können.

Diese Wahl ist vom Zeitgeist der Kultur, in der sie getroffen wird, stark geprägt, fast determiniert. Es folgt, dass die Naturwissenschaft sowie die von ihr abgeleiteten Technologien nicht wertfrei sind.

Sie erben ihre Werte von den Werten der Gesellschaften, in die sie eingebettet sind. In einer hoch militarisierten Gesellschaft sind Wissenschaft und Technologie von den Werten des Militärs geprägt.

In einer Gesellschaft, deren Werte hauptsächlich vom Streben nach Reichtum und Macht abgeleitet sind, sind sie entsprechend gestaltet. Die Werte der Wissenschaft, eingebettet in eine vernünftige Gesellschaft, würden vernünftig, also human sein. Dann würden die von ihr abgeleiteten Technologien nicht mehr dem Tod dienen, sondern dem Leben.

Grössenwahn und Uterusneid

Die komplette Kenntnis der physikalischen, genetischen, neurologischen Strukturen eines Lebewesens genügen nicht, um das Lebewesen zu verstehen.

Wer, zum Beispiel, alle diese Kenntnisse über eine Ameise hat, aber nicht weiss, dass die Ameise in einer riesigen Gesellschaft von Ameisen lebt, versteht die Ameise nicht. Dasselbe gilt für das Verstehen des Menschen.

Es ist im Prinzip unmöglich, den Menschen rein wissenschaftlich zu begreifen. Deswegen ist das Streben, Roboter in Menschgestalt herzustellen, absurd. Es kann nur aus Grössenwahn oder Uterusneid entstehen.

Der Glaube, dass Wissenschaft und Technologie die Erde vor den Folgen des Klimawandels bewahren wird, ist irreführend. Nichts wird unsere Kinder und Kindeskinder vor einer irdischen Hölle retten.

Es sei denn: Wir organisieren den Widerstand gegen die Gier des globalen Kapitalismus.

Das Bewusstsein, dass alle Menschen Geschwister sind, muss den Zeitgeist ersetzen. Kooperation statt Konjunktur, Bescheidenheit statt unbegrenzter Konsum, Ehrfurcht vor dem Leben statt Roboter: Diese Ziele müssen unsere heutigen Werte ersetzen.

Würde die weltweite Gesellschaft nur vernünftig sein, könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus dieser Erde ein Paradies machen. In der Tat ist sie kein Paradies, sondern ein Irrenhaus – doch nicht, weil wir etwa nicht genug wissen.

Metaphern und Analogien bringen, indem sie disparate Kontexte zusammenfügen, neue Einsichten hervor. Fast all unser Wissen, einschließlich des wissenschaftlichen, ist metaphorisch. Deswegen auch nicht absolut.

Als Beispiel der Anwendung von Metaphern in den Naturwissenschaften fällt mir dieses ein: Ein schwarzes Loch ist ein Stern, dessen Anziehungskraft so stark ist, dass keine Information entfliehen kann. Aber buchstäblich ist so ein Stern nicht “schwarz”, noch ist er ein “Loch”. Und Information, also elektromagnetische Teilchen, “entfliehen” den ordinären Sternen nicht.

Mein Kollege Norbert Wiener schrieb einmal: “Information ist Information, nicht Materie oder Energie.” Sie ist immer eine private Leistung, nämlich die der Interpretation, deren Ergebnis Wissen ist. Information hat, wie, zum Beispiel die Aufführung eines Tanzes, keine Permanenz; sie ist eben weder Materie noch Energie. Das Mass der Wahrheit des produzierten Wissens hängt von der Qualität der angewandten Interpretation ab.

Wissen überlebt, nämlich indem es den denkenden Menschen buchstäblich informiert, also den Zustand seines Gehirns ändert. Claude Shannons Informationstheorie lehrt uns, dass die Bedeutung einer Nachricht von der Erwartung des Empfängers abh/auml;ngt. Sie ist nicht messbar, denn Nachrichten sind pure Signale, die keine inhärente Bedeutung bergen.

Enthält das New Yorker Telefonbuch Information? Nein! Es besteht aus Daten, nämlich aus Texten, die, um zu Information und Wissen zu werden, interpretiert werden müssen. Der Leser erwartet, dass gewisse Inhalte Namen, Adressen und Telefonnummern repräsentieren. Enthält dieses Telefonbuch die Information, dass viele Armenier nahe beieinander wohnen?

Befragen Sie die Daten!

Nein. Aber jemand, der weiss, dass die Namen vieler Armenier, zum Beispiel Hagopian, auf “ian” enden, und der die Texte des Telefonbuchs im Licht dieser Hypothese interpretiert, kann sicherlich mit Hilfe eines Computerprogramms die entsprechenden Daten isolieren und anschliessend sortieren.

Die höchste Priorität der Schule ist es, den Schülern ihre eigene Sprache beizubringen, sodass sie sich klar und deutlich artikulieren können: in ihrer stillen Gedankenwelt ebenso wie mündlich und schriftlich. Wenn sie das können, dann können sie auch kritisch denken und die Signale, mit denen sie ihre Welt überflutet, kritisch interpretieren. Wenn sie das nicht können, dann werden sie ihr ganzes Leben lang Opfer der Klischees und Schablonen sein, die die Massenmedien ausschütten.

Der Philosoph Gregory Bateson kam zu dem Schluss, Information sei eine Differenz, die eine Differenz verursache. Datenmengen könnten ohne relevantes Organisationsprinzip oder geeignete Hypothese nicht zu Wissen gemacht werden. Solche isolierten Datenmengen können also keine Differenz verursachen. Die Fähigkeit, eine gute Frage zu formulieren, entspricht in diesem Sinn dem Entwickeln eines Experiments in der Physik.

Leider habe ich den Dichter Ionescu nie kennengelernt. Von ihm stammt die Aussage: “Alles ist sagbar in Worten, nur nicht die lebende Wahrheit.” Ich würde zu Ionescu sagen: Sehr vieles ist darstellbar durch die Naturwissenschaften, aber nicht die lebende Wahrheit.

Da er zu diesem Zeitpunkt bereits gegen den Krebs kämpfte, könnte diese Schrift, die Weizenbaum selber mit “An was ich glaube” betitelte, auch als Lebensbilanz verstanden werden. RIP.


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5
Mar/08
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Pablo hat’ä mir eine Dip gegeben!

Am Ende dieses Posts stelle ich der Allgemeinheit, nicht nur selbstlos sondern vor allem auch entgeltfrei, meine Diplomarbeit zur Verfügung. Ein unvergleichlicher Akt von basedowschem Philanthropismus, dessen Inhaltsleere just in dem Moment immanent wird, da das Wissen um die ohnehin (entgelt)freie Verfügbarkeit dieser Art von wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Erkenntnisraum des geneigten Lesers auftaucht. Zur Vorgeschichte…
   Während eines kollegialen Austauschs über Werdegang, Studium & Co. wird den Beteiligten bewußt, daß ihre Diplomarbeiten zwar im Datenbunker der eigenen Festplatte gehortet werden, sich aber eines schnellen virtuellen Blätterzugriffes entziehen, da sie allesamt im LaTeX-Format auf ihr digitales Dahinscheiden warten. Auch ein möglicherweise vorhandenes Postscript-Exemplar ist nur noch bedingt hilfreich, hat sich doch das PDF-Format – einer globalen Pandemie gleich – ausgebreitet. Damit ist der Auftrag schnell formuliert: Die Dip muß her, und zwar im PDF-Format!
   Nach kurzer Recherche ist eine passende TeX-Distribution für den Mac namens MacTeX gefunden. Nach dem Download läppischer 744,5 MB (sic!) und Installation der entpackten 1,6 GB (doppel-sic!) darf endlich wieder in der Konsole nach Herzenslust gelatext, gebibtext und gemakeindext werden. Einige Kompilationsläufe später ist das gute Stück fertig: Eine Analyse intrinsischer Hardware-Evolution digitaler Schaltkreise. In wunderschönem Layout, mit professionellen Marginalien, und ganz demütig gesprochen schlichtweg eine Augenweide! :]


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Feb/08
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Letztes Element einer Excel-Spalte finden

Hier ist eine mögliche Lösung, um das letzte Element in einer Excel-Spalte zu finden: Angenommen Spalte A eines Excel-Sheets enthält die folgende Liste.

  A
1 Baum
2 Strauch
3 Blüte
4 Knospe

Dann liefert die Formel =indirekt("A"&anzahl2(A:A)) das Element “Knospe” aus Zelle A4.


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