Mac OS versteckte Dateien anzeigen (und wieder verstecken)

Der Mac OS Finder zeigt versteckte Dateien nicht an. Darum sind sie ja auch versteckt. Aber sie lassen sich leicht sichtbar machen. Und ebenso leicht wieder verstecken.

Hinter MacOS werkelt ein *nix-System. Auf diesen Systemen ist es üblich, dass Dateien, die mit einem Punkt beginnen, also beispielsweise .htaccess, vom Dateibetrachter nicht angezeigt werden. Manchmal möchte man die versteckten Dateien aber doch sehen.

Die Terminal Methode

  1. Terminal öffnen.
  2. Mit dem folgenden Befehl wird dem Finder mitgeteilt, dass er alle Dateien anzeigen soll.
    $ defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles TRUE
  3. Noch ein
    $ killall Finder
    hinterher. Damit wird der Finder neu gestartet.

Fertig!

Die sichtbar gemachten Dateien können genauso leicht wieder versteckt werden, indem am Ende des oben stehenden Befehls “TRUE” durch “FALSE” ersetzt wird. Danach wieder killall Finder und die Dateien sind versteckt.

Wer das häufiger braucht, möchte es aber vielleicht ein wenig komfortabler haben.

Die Profi-Methode mit Toggle-Button in der Finder-Toolbar

Wir bauen uns einen hübschen Toggle-Button für die Finder-Toolbar, der auf Knopfdruck zwischen “Dateien versteckt” und “Dateien sichtbar” wechselt. Dazu bedienen wir uns des geballten Wissens aus dem vorigen Artikel Aus Shell Skript eine MacOS App erstellen und App Icon ändern und bauen sogar noch funktional völlig unnötige bells’n’whistles ein: In Abhängigkeit des aktuellen Status “sichtbar” oder “versteckt” verändert sich das Aussehen des Icons in der Toolbar. Toll!

  1. Wir benötigen zunächst ein Skript, das den aktuellen Sichtbarkeitsstatus ermittelt, diesen dann wechselt und das Icon austauscht. Den folgenden Kode kopieren und als toggleHidden.sh im Home-Verzeichnis /Users/ speichern. NB: Alle folgenden Schritte gehen davon aus, dass die zugehörigen Dateien im Home-Verzeichnis liegen!
    #!/bin/bash
     
    # get current visibility status
    isVisible="$(defaults read com.apple.finder AppleShowAllFiles)"
     
    # toggle visibility and change app icon
    rm ~/$'toggleHidden.app/Icon\r'
    sleep 1
    if [ "$isVisible" = FALSE ]; then
      defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles TRUE
      Rez -append ~/toggleHidden-on.rsrc -o ~/$'toggleHidden.app/Icon\r'
      sleep .2
      Rez -append ~/toggleHidden-on.rsrc -o ~/$'toggleHidden.app/Icon\r'
    else
      defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles FALSE
      Rez -append ~/toggleHidden-off.rsrc -o ~/$'toggleHidden.app/Icon\r'
      sleep .2
      Rez -append ~/toggleHidden-off.rsrc -o ~/$'toggleHidden.app/Icon\r'
    fi
     
    # force changes by restarting Finder
    sleep .2 && killall Finder
  2. Mithilfe des appify-Skripts (Hinweise im verlinkten Artikel beachten!) zaubern wir aus toggleHidden.sh eine MacOS App toggleHidden.app. Dazu ein Terminal-Fenster öffnen und den Befehl
    $ appify toggleHidden.sh
    ausführen. Im selben Verzeichnis liegt nun die App toggleHidden.app.
  3. Wir brauchen zwei Icons für die beiden Status. Rechteckig, bspw. mit den Abmessungen 128 x 128 px.
    Icon für versteckte Dateien sichtbarversteckte Dateien sichtbar, Datei toggleHidden-128x128-on.png
    Icon für versteckte Dateien sichtbarversteckte Dateien unsichtbar, Datei toggleHidden-128x128-off.png
    Die sind doch ganz hübsch. Örchz.
  4. Aus den Icon-Grafiken müssen zur späteren Verwendung Ressourcen produziert werden. Dafür werden ein paar Werkzeuge benötigt, die zu den XCode Command Line Tools gehören. Beim ersten Aufruf des folgenden Tools sips im Terminal sollte MacOS von sich aus fragen, ob die Command Line Tools installiert werden. Sobald die Tools verfügbar sind im Terminal folgende Befehle eingeben, um den ersten Schritt zu den Grafik-Ressourcen zu absolvieren.
    $ sips -i toggleHidden-128x128-on.png
    $ sips -i toggleHidden-128x128-off.png
  5. Jetzt die Ressourcen extrahieren.
    $ DeRez -only icns toggleHidden-128x128-on.png > toggleHidden-on.rsrc
    $ DeRez -only icns toggleHidden-128x128-off.png > toggleHidden-off.rsrc
  6. Initiale Bindung des Off-Icons an unsere App.
    $ Rez -append toggleHidden-off.rsrc -o $'toggleHidden.app/Icon\r'
  7. Und MacOS mitteilen, dass diese App jetzt ein Icon hat.
    $ SetFile -a C toggleHidden.app
  8. Letzter Schritt! Im Finder in das Home-Verzeichnis wechseln, bspw. über das Finder-Menü “Go” und dann “Home”. Per CMD + Drag’n’Drop unsere App toggleHidden.app in die Finder Toolbar ziehen. Wichtig: Erst CMD drücken und gedrückt halten. Dann Datei packen und in die Finder Toolbar ziehen. MacOS ist da sehr “picky” was den Ablauf dieser Drag’n’Drop-Operation anbelangt.

Nun sollte unser wunderschönes Icon in der Toolbar prangen und in etwa so aussehen.

toggleHidden App in der Finder Toolbar: OFF

Nach einem Klick auf den Kreis wird der Finder neu gestartet, das Icon getauscht und fortan alle versteckten Dateien angezeigt. Das könnte dann so aussehen.

toggleHidden App in der Finder Toolbar: ON

Have fun!

iOS 7 iPhone 4 – Wie man den Fehler “connect to itunes to use push notifications” behebt.

Mit dem Update des iPhone 4 auf iOS 7.0.3 hat sich ein unangenehmer Fehler ins System eingeschlichen: Push-Notifications bspw. für neue Nachrichten in WhatsApp werden nicht mehr angezeigt und beim Öffnen von WhatsApp erscheint die Meldung "connect to itunes to use push notifications".

Das Problem scheint auch iMessages und FaceTime zu betreffen. Fleissige Recherche fördert unterschiedliche Lösungsansätze zu Tage, u.a. sollen

  • ein simpler Reboot (via Lock-Key)
  • ein “harter” Reboot (Lock-Key plus Home-Screen-Button ein paar Sekunden gleichzeitig gedrückt halten)
  • das Abmelden von iTunes über Settings > iTunes & App Store > Apple-ID anklicken > im Popup “Sign Out” wählen, anschließendem Reboot und wieder anmelden
  • das Ein- bzw. Ausschalten der iCloud Keychain über Settings > iCloud > Keychain, anschließendem Reboot und wieder Ein-/Ausschalten der Keychain

helfen.

Hat alles nicht funktioniert. Von der ulitmativen Lösung das iPhone komplett neu aufzusetzen wollte ich angesichts der Dauer dieses Unterfangens erst einmal absehen. Nach weiterer Recherche war dann eine weitere potentielle Lösung unter Zuhilfenahme des Jailbreak-Tools RedSn0w gefunden.

Dieser funktionierende Lösungsansatz ist einfach, geht schnell und man muß sein iPhone nicht jailbreaken! Im Kern geht es darum, das iPhone zu deaktivieren und eine neue Aktivierung über iTunes mit den Apple-Servern zu erzwingen.

Hier die wenigen Schritte.

  1. RedSn0w runterladen.
  2. iPhone via USB-Kabel mit dem Computer verbinden.
  3. Falls iTunes automatisch startet, iTunes schließen.
  4. RedSn0w öffnen.
  5. “Extras” klicken.
  6. “Even More” (ganz unten) klicken.
  7. “Deactivate” klicken und Nachfrage bestätigen.
  8. Das iPhone wird deaktiviert und sollte eine Aktivierungsmeldung anzeigen.
  9. iTunes auf dem Computer starten.
  10. Aktivierung in iTunes durchführen.

Das war’s. Nach erfolgreicher Aktivierung (und ohne Reboot) steht das iPhone wieder zur Verfügung. Diesmal allerdings mit funktionierenden Push Benachrichtigungen.

Harzflecken entfernen

III► Wie entfernt man Harzflecken aus der Kleidung? Hier ist ein Verfahren, das zuverlässig funktioniert!

Es gibt viele Tips und Tricks im Netz, die beim Entfernen von Harzflecken helfen sollen. Aus gegebenem Anlaß hier eine Methode, die zuverlässig hilft hartnäckige Harzflecken wieder los zu werden.

Harz an Baum Das verharzte Kleidungsstück zunächst über Nacht in die Tiefkühltruhe legen. Das Harz wird dabei brüchig und größere Harzteile können vorsichtig vom Kleidungsstück abgebröselt werden. In der Regel reicht dieser Schritt aber nicht, um das gesamte Harz zu entfernen.

Im zweiten Schritt die verharzten Stellen mit ganz normaler Butter großzügig einschmieren und mehrere Stunden einwirken lassen. Die Butter löst das Harz. Ggf. lohnt es sich, diesen Vorgang zu wiederholen, bis kein Harz mehr zu sehen ist. Nun verbleiben auf dem Kleidungsstück nur noch Fettflecken, die mit der nächsten normalen Wäsche entfernt werden können.

Bei hartnäckigen Fettflecken hilft flüssige Seife ganz hervorragend, bspw. die schon zu Großmutterns Zeiten eingesetzte Gallseife.

Weitere Tips zum Entfernen von Harzflecken gibt es bspw. bei waesche-waschen.de, allerdings sind dort auch recht aggressive Methoden beschrieben, die mit Spiritus und Nagellackentferner arbeiten und sicher nicht für alle Materialen geeignet sind.

Silicon Power Armor A10 – USB Festplatte stoßsicher nach MIL-STD-810F 516.5d

[Update 01.05.2012] Die externe Festplatte ist im Handel nicht mehr erhältlich. Die USB Festplatte Armor A10 von Silicon Power soll...

[Update 01.05.2012] Die externe Festplatte ist im Handel nicht mehr erhältlich.

Die USB Festplatte Armor A10 von Silicon Power soll stoßsicher nach militärischen Standards sein. Ist an diesem vollmundigen Werbeversprechen etwas dran? Die mit schwarz/gelbem oder gelb/schwarzem Gummi überzogene Armor A10 wird auf der Website des Herstellers mit “shock tests in compliance with US military grade MIL-STD-810F (transit drop test)” beworben. Dabei soll die Armor A10 als stoßsichere Festplatte 26 Stürze aus einer Höhe von 122 cm auf Beton oder andere harte Oberflächen schadlos überstehen. Wer zu viel Zeit hat, der mag sich den Spaß gönnen und einen Blick in die Spezifikation des MIL-STD-810F werfen. Auf den 539 (sic!) Seiten des PDF-Dokuments werden Labortestszenarien für die unterschiedlichsten Rahmenbedingungen definiert, denen ein Objekt während seines Lebenszyklusses ausgesetzt sein könnte. Das reicht von Low Pressure und Contamination by Fluids über Gunfire Vibration bis hin zu Ballistic Shock.

Innerhalb der 24 beschriebenen Testmethoden existiert, je nach Methode, eine Untermenge an Testprozeduren. Die stosssichere Festplatte Armor A10 soll lt. Website von Silicon Power den Test 516.5 durchlaufen haben. Dessen acht Prozeduren sind (a) Functional Shock, (b) Material to be packaged, (c) Fragility, (d) Transit Drop, (e) Crash Hazard, (f) Bench Handling, (g) Rail Impact und (h) Catapult Launch/Arrested Landing. Ein Catapult Launch der Armor A10 wäre sicher interessant, wenngleich ohne praktischen Nutzen für eine USB Festplatte. Und so ist der Website auch zu entnehmen, daß vom gesamten US Military Drop Test Standard 810-f (810F) lediglich die “Transit Drop” Prozedur getestet wurde. Wir sprechen also von 516.5d. Der Transit Drop Test wird ab Kapitel 4.5.5 beginnend auf Seite 353 beschrieben.

The intent of this test is to determine the structural and functional integrity of the materiel to a transit drop in its transit or combination case. Perform all tests with a quick release hook or drop tester. In general, there is no instrumentation calibration for the test and measurement information is minimized […]

Transit or combination case? No instrumentation calibration? Measurement information is minimized? Sehr interessant. Etwas weiter unten heißt es:

For test items under 45kg (100 pounds), the 26-drop requirement (table 516.5-VI) may be divided among up to five samples of the same test item in any combination.

Wenn man dann noch die erlaubten 2,5% Toleranz aus Kapitel 4.5.5.2 hinzunimmt könnte das Testszenario wie folgt ausgesehen haben: Vier von fünf(!) verpackten(!) Armor A10 Festplatten absolvieren jeweils fünf Stürze aus einer Höhe von 1,19 m (1,22 m abzgl. 2,5%) und eine weitere stoßsichere Festplatte Armor A10 stürzt immerhin sechs mal. Kommen sie unversehrt aus der Verpackung gilt “shock tests in compliance with US military grade MIL-STD-810F (transit drop test)”.

Latitude und Longitude bei Google Maps anzeigen

Google Maps gibt sich äußerst verschwiegen, wenn es um die Anzeige von Längen- und Breitengrad einer Geolokation geht. Mit einem...

Google Maps gibt sich äußerst verschwiegen, wenn es um die Anzeige von Längen- und Breitengrad einer Geolokation geht. Mit einem Trick, lassen sich aber Latitude und Longitude der Mitte eines angezeigten Kartenausschnitts auslesen. Da Google Maps den Pin eines gefundenen Ortes stets in die Mitte der Karte setzt, sind alle Rahmenbedingungen gegeben, um den Längen- und Breitengrad eines beliebigen Ortes zuverlässig auszulesen.

Der Weg ist wie folgt: Ort in Google Maps suchen, bei Mehrfachtreffern gewünschten Ort in der Trefferliste links anklicken, den Javascript-Einzeiler

javascript:void(prompt('',gApplication.getMap().getCenter()));

in die Adresszeile des Browsers kopieren und mit Return bestätigen. In einem Popup-Fenster werden Längen- und Breitengrad als Tupel (lat,long) angezeigt und können per Copy’n’Paste anderweitig verwendet werden.

Geschwindigkeitsmessung QNAP NAS TS 109-II

Netzwerkspeicher (NAS, Network Attached Storage) für den Heimbedarf glänzen in der Regel nicht mit überragenden Datentransferraten. Auf der Suche nach...

QNAP TS 109-IINetzwerkspeicher (NAS, Network Attached Storage) für den Heimbedarf glänzen in der Regel nicht mit überragenden Datentransferraten. Auf der Suche nach einem NAS mit akzeptabler Geschwindigkeit war im Oktober 2008 die Wahl auf ein TS-109 II Turbo NAS von QNAP gefallen. Das 109er Modell ist mittlerweile veraltet; vergleichbar in Preis und Ausstattung dürfte nun das TS-119 Turbo NAS sein. Eine 1:1-Übertragung der hier vorgestellten Messergebnisse auf neuere Modelle ist sicher nicht möglich. Wenn QNAP weiterhin solide Arbeit leistet, darf aber die Hoffnung berechtigt sein, daß auch die aktuellen NAS zumindest nicht langsamer als das TS-109 II sind.

Den Bottleneck stellen in der Regel eher die in den Netzwerkspeichern verbauten Controller, denn die durchschnittlichen Transferraten der eingebauten Festplatte dar. Daher ist der Einfluß der im TS-109 II verwendeten Festplatte, eine Hitachi CinemaStar 500GB SAT2 HCS545050, für die Geschwindigkeitsmessung vernachlässigbar. Der Name “CinemaStar” ist übrigens nicht nur Schall und Rauch: Die HCS-Reihe ist speziell für den 24/7-Betrieb in heimischen Multimediagefilden ausgelegt.

iozone MessergebnisseDie Messung wurde mit dem Tool IOzone Filesystem Benchmark durchgeführt. Als Testplattform kam ein MacBook 13″ (Ende 2007er Modell) zum Einsatz. NAS und MacBook waren per Ethernet verbunden. Start des Tools mit dem Kommando iozone -i 0 -i 1 -Ra -g 512k -f /Volumes/Qmultimedia/testfile.

Ergebnisse: Für kleine Dateien im Bereich 64 kB bis 16 MB wurde eine durchschnittliche Schreibrate von 11 MB/s und Leserate von 16 MB/s gemessen. Bei größeren Dateien zwischen 32 MB und 1 GB steigen die Werte auf 16 MB/s und 21 MB/s an. Die detaillierten Messergebnisse, die iozone für eine spätere grafische Aufbereitung mit dem Schalter -Ra liefert, stehen als PDF-Download [53 kB] bereit.

Von zyb zu mobical.net

Wie im vorigen Post beschrieben, krankt zyb derzeit an reduziertem Leistungsumfang: Sowohl Massenimport mehrerer Kontakte bspw. via CSV-Datei als auch...

Wie im vorigen Post beschrieben, krankt zyb derzeit an reduziertem Leistungsumfang: Sowohl Massenimport mehrerer Kontakte bspw. via CSV-Datei als auch Anlegen von Rufnummern, E-Mail-Adressen etc., die über die im Formular vorgegebene Menge hinausgehen, waren mal möglich, sind es aber nicht mehr.

Es gibt verschiedene Anbieter vergleichbarer Dienste, bspw. mobical.net oder memotoo. Memotoo macht auf den ersten Blick einen etwas überladenen und unübersichtlichen Eindruck. Daher erhält mobical mit seiner aufgeräumten Oberfläche den Zuschlag und darf zeigen, ob es meinen Mindestanforderungen bestehend aus

  • Kontaktverwaltung,
  • insb. mit der Möglichkeit zur Verwaltung beliebiger Mengen an Rufnummern, E-Mail-Adressen etc. je Kontakt
  • Synchronisation mit mobilem Endgerät via SyncML
  • und Import/-Export via CSV oder VCF

gerecht wird. Nach ein paar kurzen Tests steht fest: Die Mindestanforderungen werden vollständig abgedeckt – mit mobical kann man arbeiten! Zwar gibt es nur einen VCF-Import/-Export, aber mittlerweile exportieren viele Applikationen und Online-Dienste, so im übrigen auch zyb, im Visitenkartenformat, daher kein “no go”.

Im Folgenden eine Kurzbeschreibung zum Umstieg von zyb auf mobical und der Kontaktsynchronisation mit einem iPhone 2G.

  1. Export der Kontakte aus zyb: Einloggen -> “People”-Reiter -> “Select all” unten links unter der Kontaktliste -> rechts “Export contact details…” -> Sollte den Speichern-Dialog des Browsers öffnen, um die Datei vcard.vcf auf die Platte zu bannen -> ausloggen. NB: Etwaige Anruferbilder gehen beim Export verloren!
  2. Import der Kontakte in mobical: Einloggen -> “Contacts” links wählen -> “Import”-Button rechts oben anklicken -> “Choose” im Popup-Dialog wählen und zuvor abgelegte Datei vcard.vcf suchen, dann “Import”-Button. Die Kontaktdaten werden importiert.
  3. Alle Kontakte auf dem iPhone löschen: Für eine “frische” Synchronisation zwischen mobical und iPhone sollen zunächst alle Kontakte auf dem iPhone gelöscht werden. Wieder so eine iPhone-Herausforderung, da Apple bis Firmware-Stand 2.x (vielleicht ändert es sich mit 3.0?) keine Möglichkeit vorgesehen hat, alle Kontakte auf einmal zu löschen. Für den Mac soll es mit folgendem Workaround klappen: Im Mac-Adressbuch eine neue, leere Gruppe bspw. mit Namen “Delete” anlegen. iPhone anschließen und in iTunes iPhone-Bereich in den “Info”-Einstellungen “Sync Address Book contacts”, “Selected groups:” und dort die Gruppe “Delete” wählen. Synchronisieren. Das sollte passieren: Die leere Kontaktliste “Delete” wird auf das iPhone synchronisiert und löscht somit alle Kontakte auf dem Gerät. Gute Idee, klappt aber nicht. Zum einen wird einfach eine neue (leere) Gruppe “Delete” auf dem iPhone angelegt, zum anderen synchronisiert iTunes alle Kontakte, die sich auf dem iPhone befinden, in die “All”-Gruppe im Mac-Adressbuch. Da kann man nur hoffen, daß die “All”-Gruppe im Mac-Adressbuch nicht schon für andere Kontaktdaten gebraucht wurden. Sonst hat man nach diesem Synchronisationsakt ein ziemliches Durcheinander auf dem Rechner. Falls das Mac-Adressbuch nicht verwendet wird, liegt aber nun die Lösung auf der Hand. Die Gruppe “Delete” wird gelöscht, ebenso alle Kontakte in der Gruppe “All”. Neue iTunes-Synchronisation und schon ist die Kontaktliste auf dem iPhone bar jedes Inhalts.
  4. iPhone und SyncML: Das iPhone beherrscht von Haus aus nicht das SyncML-Protokoll. Im Post zur Synchronisation via SyncML wurde bereits die – erfreulicherweise nach wie vor kostenlose – iPhone-Applikation (Link führt zum SyncML-Client von Synthesis im iTunes-Store) vorgestellt, mit der SyncML zur Kontaktsynchronisation auf dem iPhone nachgerüstet werden kann. Nach Installation auf dem iPhone muß der SyncML-Client mit den Synchronisationsparametern von mobical gefüttert werden. Die sind auf der mobical-Site etwas versteckt: Einloggen -> rechts oben “Help” -> Button “Configure my device” -> unter 3) den Link “Manual settings”. Im Popup-Fenster erscheinen die Informationen:
    • Sync server URL: http://www.mobical.net/sync/server
    • Username: <Username>
    • Password: <Passwort> (NB: Ja, dieses Passwort unterscheidet sich tatsächlich von dem, das zum Login bei mobical.net verwendet wird!)
    • Contacts database:
    • Calendar database:
    • Tasks database:
    • Notes database:
    • Bookmark database:

    Die Database-Einträge sind allesamt leer, sollten es aber nicht sein. Für die Kontaktsynchronisation ist “Contacts” zu verwenden, also:

    • Contacts database: Contacts

    Bei den anderen Einträgen dürfte ebenfalls das Wort vor “database” funktionieren, wurde aber nicht getestet.

Ist der SyncML-Client konfiguriert, geht’s mit “Start Synchronisation” los. Wenn alles gut läuft befinden sich nach der Synchronisation sämtliche Kontakte aus mobical auf dem iPhone. :-)

[Update 27.05.2009] Gestern hat zyb seine Nutzer über einen anstehenden Relaunch seiner Website informiert. Mal sehen, ob die raus”optimierten” Funktionen dann wieder verfügbar sein werden. Alles neu macht der Mai! ;-)

[Update 18.07.2010] Uuuund gekauft von Wo-Da-Phon. Für die Zyb-Betreiber wahrscheinlich ein guter Deal. Hier der Abgesang auf der eigenen Web-Site: “ZYB wird am 31. Juli geschlossen. Rufe www.360.com auf, um Dein Handy zu registrieren und zu sichern. Wir möchten uns bei allen unseren Kunden für ihre Unterstützung bedanken!”

zyb – Synchronisationsdienst ohne CSV-Import und weiteren Verschlimmbesserungen

zyb bietet mittlerweile einigen Web2.0-verspielten (oder verseuchten?;) Feature-Reichtum: Neben der Synchronisation von Kontaktdaten zwischen mobilem Endgerät und den zyb-Servern gibt...

zyb bietet mittlerweile einigen Web2.0-verspielten (oder verseuchten?;) Feature-Reichtum: Neben der Synchronisation von Kontaktdaten zwischen mobilem Endgerät und den zyb-Servern gibt es Kalender-/Event-Verwaltung, Photo-Sharing, SMS-Storage und und und.

Was es aber nicht mehr gibt, ist eine simple Import-Möglichkeit für Kontaktdaten aus CSV-Dateien. Der Support hat’s heute bestätigt.

[…] Thank you for your response. I’m sorry to hear but it is true we do not support the import feature anymore and I’d like to let you know that we are constantly updating our site. Thank you for the appreciation. […]

Ich kann nur sagen, daß sie damit definitiv nicht mein[e] “appreciation” [dt. u.a. Verständnis; Anm. d. Übersetzers] gewonnen haben. Als “Import” gibt es jetzt nur noch Ver-mesh-ungsmöglichkeiten mit Facebook, Flickr & Co.

Schade, aber der Dienst ist nach wie vor kostenlos. Daher gilt: Einem geschenkten Barsch schaut man nicht in die Kiemen.

[Update, 22.04.2009] Hatte gleich noch einmal den Support wg. der Import-Möglichkeit kontaktiert, denn die Erfahrung mit Hotlines lehrt: Vier Anfragen, sechs verschiedene Antworten. ;) Hier die neue Antwort:

[…] To assist you with this, unfortunately that feature has been removed from our site due to some complications. We apologise for any inconvience. […]

Immerhin mit der vagen Aussicht, daß das Feature zurückkehrt, wenn die Komplikationen behoben wurden…

Als ich kurz davor war, nun notgedrungen eine ganze Menge neuer Kontakte von Hand einzugeben, bin ich über die nächste Verschlimmbesserung gestolpert: Es ist nicht mehr möglich, bspw. zwei private Mobilfunknummern oder drei private E-Mail-Adressen etc. für einen Kontakt einzugeben. Im Reiter “Home” gibt’s exakt 1 x “Mobile”, “Home” und “E-Mail”. Unter “Work” exakt 1 x “Work Number” und “Work Fax”. Ende. Keine Möglichkeit, weitere Elemente hinzuzufügen.

Bis es bei zyb wieder besser wird, muß eine andere Lösung her. Werfen wir also mal einen Blick auf mobical.

Weltuntergang

Das Ende der Welt ist nah. Das fürchten zumindest einige Experten, wenn voraussichtlich am 10. September der weltweit größte Teilchenbeschleuniger...

Das Ende der Welt ist nah. Das fürchten zumindest einige Experten, wenn voraussichtlich am 10. September der weltweit größte Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) des Kernforschungszentrums CERN an den Start geht. LHCDer LHC ist ein Partikelbeschleuniger dessen Bau an der Französisch-Schweizerischen Grenze rund 14 Jahre dauerte und etwa vier Milliarden Euro gekostet hat. Er wird als die größte, teuerste und stärkste Apparatur betrachtet, die jemals von Menschen zur Erforschung von Partikelkollisionen gebaut wurde.

Zur groben Funktionsweise: In einem 26,659 Kilometer langen Ring werden gegenläufig rotierende Protonenstrahlen durch supraleitende Magneten beschleunigt, um dann mit einer Energie von bisher unerreichten etwa sieben Teraelektronenvolt (1 TeV = 1012 Elektronenvolt) aufeinanderzuprallen. Das Experiment soll dabei helfen, das so genannte Standardmodell der Teilchenphysik, das den innersten Aufbau der Materie beschreibt, zu bestätigen oder zu erweitern.

Es ist derzeit nicht sicher, was die Ergebnisse der Experimente sein werden. Einige Wissenschaftler befürchten, daß theoretische Anomalien, bspw. kleine schwarze Löcher, Strangelets oder de Sitter Raum-Zeit-Transitionen, entstehen könnten. Einige dieser Ereignisse, so die Experten, hätten das Potential, um Materie fundamental zu verändern und unseren Planeten zu zerstören. Wer gegen den LHC mitklagen möchte, wird bspw. bei Walter Wagner et al. fündig.

Zusammengefasst das Endzeitszenario mit Eintrittswahrscheinlichkeit p=0,984: Wir haben eine Supermaschine gebaut, die nach Klick auf “Start” etwas brummt und zischt und surrt und dann über kurz oder lang einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum erzwingt. Durch dieses Wurmloch werden ein, zwei schwarze Löcher aus dem Mittelpunkt der Sonne auf die Erde transportiert (Beam me down, Scotty!), die sich aufgrund einer Binge-Eating-Störung zunächst alle Kernreaktoren einverleiben (Brainiac lässt grüssen), dadurch an Flatulenz erkranken und hernach allerlei nicht nur übelriechende sondern vor allem aggressiv-radikale Strange-Quarks in die Welt freisetzen (DS9, Quark: “Weibchen bedeuten Ärger.”). Selbige reduzieren die auf unserem Planeten wandelnden Kohlenstoffeinheiten (=Mensch & Getier, hatten die Vogonen etwa in V’Ger ihr Vorbild?) zu Kaonen, die ihrerseits unsere geliebte Erde verzehren, bis nur noch ein Hauch von Nichts die Lücke zwischen Venus und Mars füllt. Damit wäre auch geklärt, warum es “mit Kaonen auf Spatzen schießen” heißt… Also, carpe diem!

Total Recall wird Wirklichkeit

Zugegeben: Der Titel des Posts ist ein wenig reißerisch. Er bezieht sich auf eine Szene aus dem Film Total Recall...

Zugegeben: Der Titel des Posts ist ein wenig reißerisch. Er bezieht sich auf eine Szene aus dem Film Total Recall (1990) von Paul Verhoeven. Übrigens ebenjener Paul Verhoeven, der uns auch den unvergesslichen Starship Troopers schenkte. Die Verfilmung bedient sich zwar im wesentlichen nur der Idee des gleichnamigen Romans von Robert A. Heinlein, aber dafür ist das Buch auch nicht wirklich lesenswert. ;)
   Aber zurück zu Total Recall. Da gibt es diese Szene, bei der Douglas Quaid – gespielt von Arnold Schwarzenegger – während der Flughafenankunft auf dem Mars durch einen Body Scanner geht. Auf einer überlebensgroßen Sichtfläche fallen daraufhin alle Hüllen: Nur noch Skelett und Quaids Waffe sind zu erkennen.
   Und nun hat uns (oder zumindest mich) der technologische Fortschritt wieder mal eingeholt. Der Flughafen von Los Angeles hat den ersten 3D-Ganzkörperscanner in Betrieb genommen. Ob die Scanner-Szene bereits in der Total Recall-Vorlage “We can remember it for you wholesale” von Philip K. Dick (1966) enthalten war? In jedem Fall wurde der Ganzkörperscanner vor 18 bis 42 Jahren antizipiert und das ist bemerkenswert.