C64 Daten von Floppy (1541) mit OpenCBM auf Mac sichern

Daten von einer 1541-Floppy auf den Mac übertragen. Das geht! Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit OpenCBM on Mac.

C64 – die Netzhautpeitsche

C64 mit Schachbrett-Tastatur Mein C64 ist seit Ewigkeiten in Rente und fristet seit mehr als 25 Jahren im Keller ein trauriges Dasein. Alle paar Jahre, oder eher Jahrzehnte, wurde er exhumiert und in Betrieb genommen, um mal wieder so richtig im Retro-Feeling zu schwelgen. Bis nach ein paar Runden Delta, Rambo oder Gianna Sisters der Charme ganz schnell verflogen ist. Die HD-Ultra-Mega-4k-gewöhnten Augen können stecknadelkopfgroße 8-Bit-Pixel nicht mehr lange ertragen.

Mach’ mir den SIDney!

Und nur für die – nach wie vor – grandiose SID-Musik muss man nicht das vergilbte Original-Equipment aus dem Keller schleppen. Das geht einfacher auf dem PC oder Mac bspw. mit der High Voltage SID Collection (HVSC), die unglaubliche 46.000+ C64 Songs bereitstellt. Da kann man sich ein schönes Mix-Tape für die nächste Autofahrt zusammenschneiden. Infos dazu übrigens im Artikel zu C64 Klingeltönen für’s iPhone.

Wahrer Altruismus aka “die nahende Trennung”

Bisher konnte ich mich nicht von der Brotkiste trennen, weil so viele gute Erinnerungen damit verbunden sind. Und ich eine, aus heutiger Sicht, absurde Menge Lebenszeit in die Maschine gesteckt habe. Aber die (Umzugs)Kiste, in der die (Brot)Kiste steckt, hat nun genug Keller gesehen. Es gibt Fans des Retro-Computings, die mit dem C64 vielleicht noch etwas sinnvolles anstellen können. Also weg damit!

Altlastensicherung

Doch es gibt noch etwas zu tun. Auf den ebenfalls noch vorhandenen 5 1/4 Zoll Floppy Discs schlummern unzählige Demos, Programme und andere Grausamkeiten meiner damaligen Programmierkünste, die ich selbstverständlich der Nachwelt erhalten möchte. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar hoch, dass das “die Nachwelt” wenig bis null, nicht, zero, gar nicht interessiert, aber da halte ich es wie Richard Feynman und frage: Kümmert Sie, was andere denken? (Gutes Buch, BTW.)

Wie Daten vom C64 auf den PC/Mac transferieren?

ZoomFloppy V1.0 Die Kernfrage für dieses Datensicherungsunterfangen: Wie kommen die Programme von den labbrigen Floppy Discs auf den PC oder Mac? Findige Retro-Tüftler haben da so einiges zusammengelötet und meine Wahl fiel auf die ZoomFloppy v1.0 Platine. Damit wird ein Floppy-Laufwerk, in meinem Fall eine 1541, über die Platine mit dem PC oder Mac verbunden.

Der C64 wird für den Datentransfer nicht benötigt, allerdings eine passende Software auf dem PC/Mac, um die ZoomFloppy anzusteuern. OpenCBM ist so eine Software, die auf dem PC leicht in Betrieb genommen werden kann, da es vorkompilierte Packages gibt. Wie sich zeigte, war die Datensicherungsgeschichte mit dem Mac eine größere Herausforderung. Insbesondere, da es exakt nur eine einzige Anleitung im Netz zu geben scheint, wie denn OpenCBM auf dem Mac zum Laufen gebracht werden kann. Ok, habe nicht wochenlang recherchiert, aber egal wie man sucht, landet man am Ende doch immer wieder bei Lallafas Blog Artikel OpenCBM on Mac. Eine gute Anleitung, die nur leider bei mir nicht funktioniert hat.

Aber Lallafas Artikel enthielt genug Hinweise und Erläuterungen, um die nötigen Schritte quasi “von Hand” auszuführen. Hier ist also meine Schritt-für-Schritt-Anleitung, für alle, die sich mal wieder so richtig schön auf der Kommandozeile austoben möchten. *gg*

OpenCBM on Mac: HowTo für echte Kommandozeilenmänner

  1. XCode Developer Tools installieren. Bei mir war’s Version 6.3.1.
    Am einfachsten lässt sich XCode über Apples App Store installieren.
  2. Command Line Developer Tools installieren. Setzt die Existenz von XCode (vorheriger Schritt) voraus. Viele der folgenden Schritte erfolgen im Terminal; das $-Zeichen steht für den Terminal-Prompt. Zur Installation der Command Line Developer Tools folgenden Befehl ausführen.
    $ xcode-select --install
  3. XCode Lizenzbestimmungen zustimmen. NB: sudo erfordert in der Regel die Eingabe des (Admin-)Passwortes.
    $ sudo xcodebuild -license
  4. MacPorts installieren. Hier wird von macports.org das Package für die eigene MacOS Version benötigt. In meinem Fall war das Yosemite.
    Download von der MacPorts-Seite https://distfiles.macports.org/MacPorts/MacPorts-2.3.3-10.10-Yosemite.pkg.
    Danach das Paket mit Doppel-Klick installieren.
  5. MacPorts aktualisieren.
    $ sudo port -v selfupdate
  6. cc65 Compiler installieren. Den brauchen wir später, um OpenCBM zu kompilieren.
    $ sudo port install cc65
  7. USB Legacy Treiber installieren. Für den späteren Betrieb von OpenCBM.
    $ sudo port install libusb-legacy
  8. Verzeichnis für OpenCBM anlegen und hineinwechseln. Hier im Beispiel als Unterverzeichnis im Home-Verzeichnis des angemeldeten Nutzers.
    $ mkdir ~/opencbm && ~/opencbm
  9. OpenCBM runterladen. Das geht auf der Kommandozeile bspw. mit curl. NB: Ich habe Version 0.4.0 vom 28.04.2006 verwendet obwohl die aktuelle Version 0.4.2a vom 22.12.2007 ist. Wahrscheinlich ist es “safe”, die aktuelleste Version zu verwenden, aber ich halte mich hier in der Anleitung an das, was funktioniert hat.
    $ curl -o opencbm-0.4.0.tar.gz http://sourceforge.net/projects/opencbm/files/opencbm/opencbm-0.4.0/opencbm-0.4.0.tar.gz/download
  10. OpenCBM Archiv entpacken.
    $ tar xzvf opencbm-20110130.tgz && rm opencbm-20110130.tgz
  11. Verzeichniswechsel in den richtigen Unterordner.
    $ cd opencbm-20110130 && cd opencbm
  12. OpenCBM kompilieren. Dafür hatten wir in Schritt 6 den cc65 Compiler installiert. Nach erfolgreicher Kompilierung von OpenCBM werden die ausführbaren Dateien nebst man(ual)-Dateien automatisch an die richtigen Stellen im File-System kopiert. Nach Eingabe des folgenden Befehls erstmal Käffchen kochen.
    $ sudo make -f LINUX/Makefile PREFIX=/opt/local MANDIR=/opt/local/share/man/man1 install-all
  13. OpenCBM konfigurieren. Da ist nur ein Buchstabe in einer Datei zu ergänzen. Im folgenden Befehl wird der Editor vi verwendet. Wer dessen kryptische Syntax nicht kennt, ist verloren. Dann lieber die Datei mit dem Finder aufspüren und einem beliebigen anderen Text-Editor bearbeiten.
    $ sudo vi /opt/local/etc/opencbm.conf

    Und dort im Abschnitt

    [plugins]
    default=xu1541
    

    xu1541 durch xum1541 ersetzen. Datei speichern.

That’s it! Piece of cake! Easy-peasy! Let’s rock! Örchz.

Inbetriebnahme und Test

Das ZoomFloppy-Manual empfiehlt die folgende Reihenfolge, um die technischen Komponenten miteinander zu verbinden bzw. diese einzuschalten.

  1. Floppy Kabel mit der ZoomFloppy-Platine verbinden. Das gilt für den runden 8-poligen, also auch für ein ggf. vorhandenes Parallelkabel.
  2. Jetzt die ZoomFloppy über die Micro-USB-Buchse an den USB-Anschluß des Mac anschließen. Eine grüne LED zeigt die Betriebsbereitschaft an.
  3. Floppy einschalten.

Bei der Ausserbetriebnahme alles in umgekehrter Reihenfolge.

Jetzt wird sich zeigen, ob die Mühe belohnt wird. Terminal öffnen und den folgenden Befehl eingeben.

$ cbmctrl detect
8: SpeedDOS 1541 (XP1541)

Wenn als Antwort so eine oder eine ähnlich Meldung erscheint, dann heisst das ERFOLG!

Die Meldung wird variieren, je nach dem, um welchen Floppy-Typ es sich handelt, ob ein Beschleuniger o.ä. vorhanden ist und an welchem Bus (8 oder 9) das Laufwerk hängt. Bei mir werkelt ein in der 1541 fest verbautes “Quickdos”; eine Variante des damals beliebten SpeedDOS, bei der nicht nur der Lade- sondern auch der Speichervorgang beschleunigt wurde. (35 x schneller laden, 17 x schneller speichern. Der Hammer!)

Bei einer 1571 könnte das wie folgt aussehen.

$ cbmctrl detect
8: 1571 (XP1541)

Der Mac kann jetzt über die ZoomFloppy mit dem Floppy-Laufwerk kommunizieren. FTW!

Noch ein letzter Test; wir überprüfen den Status des Laufwerks (an Bus 8).

$ cbmctrl status 8
00, ok,00,00

Wer seinerzeit mit dem C64 gearbeitet hat, wird die Antwort “00, ok,00,00” noch kennen. Damit sind alle Tests erfolgreich abgeschlossen. Die Datensicherung kann beginnen.

Datensicherung = Fleißarbeit

So geht die Datensicherung dann los: Floppy ins Laufwerk schieben und im Terminal des Mac mit dem Befehl cbmctrl dir das Inhaltsverzeichnis (Directory) der eingelegten Diskette auslesen.

$ cbmctrl dir 8
0 ." XXXXX XXXXXXXX " P.P.P
140  "m.g.part x  /xsi" prg<   
40   "estimate    /xsi" prg<  
42   "control d.  /tsr" prg<  
87   "barbara d.  /xsi" prg<  
79   "megawurzel  /tsr" prg<  
130  "m.g.part xi /xsi" prg<   
47   "miami vice  /xsi" prg<  
31   "the tube m. /xsi" prg<  
28   "saboteur ii /xsi" prg<  
29   "shadow sc.  /xsi" prg<  
0 blocks free.             
00, ok,00,00

Kann die Diskette gelesen werden, wird das Directory wie man es vom C64 mit dem Befehl LOAD "$",8,1 und anschließendem LIST her kannte, ausgegeben. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, um die Dateien von der Floppy-Disc auf den Mac zu übertragen.

1. Disk-Image (d64)

Auslesen des gesamten Inhalts einer Diskette mit dem Befehl d64copy und Ablegen in einer *.d64-Image-Datei. Hier ein Beispiel für das vollständige Auslesen einer Floppy-Disc.

$ d64copy --no-warp -r 3 8 dateiname.d64
[Warning] growing image file to 683 blocks
 1: *********************                  
 2: *********************                  
 3: *********************                  
 4: *********************                  
 5: *********************                  
 6: *********************                  
 7: *********************                  
 8: *********************                  
 9: *********************                  
10: *********************                  
11: *********************                  
12: *********************                  
13: *********************                  
14: *********************                  
15: *********************                  
16: *********************                  
17: *********************                  
18: *******************                    
19: *******************                    
20: *******************                    
21: *******************                    
22: *******************                    
23: *******************                    
24: *******************                    
25: ******************                     
26: ******************                     
27: ******************                     
28: ******************                     
29: ******************                     
30: ******************                     
31: *****************                      
32: *****************                      
33: *****************                      
34: *****************                      
35: *****************       100%   683/683
683 blocks copied.

Der Befehl zeigt Block-für-Block den Fortschritt an. Können Blöcke nicht gelesen werden, so wird dies ebenfalls angezeigt. In diesem Beispiel gab es keine (nicht korrigierbaren) Fehler und die Diskette wurde vollständig in das Disk-Image geschrieben.

Die verwendeten Parameter --no-warp und -r 3 haben sich bei meinen Disketten als sinnvoll erwiesen: Warp-Modus aus, da es mit eingeschaltetem Warp-Modus zu viele Lesefehler gab. Und maximal drei Versuche, um Blöcke mit Lesefehlern doch noch erfolgreich lesen zu können.

2. Einzelne Files (prg)

Auslesen einzelner Files mit dem Befehl cbmread und Ablegen im *.prg-Format. Das könnte dann so aussehen.

$ cbmread 8 "control d.  /tsr"
[Info] reading CONTROL D.  /TSR -> control d.  _tsr.prg
[Info] identified a SpeedDOS 1541 drive
.........../
[Info] 00, OK,00,00

Sowohl *.d64- als auch *.prg Dateien werden von den einschlägigen C64-Emulatoren verarbeitet. Auf dem Mac präferiere ich VICE, the versatile Commodore Emulator.

Fehlerbehandlung

Das Auslesen 25 Jahre alter Disketten mit ebensoalter Hardware lief teilweise, und wenig überraschend, ein wenig unrund.

Gealterte Datenträger

Einige Diskette zeigen Stockflecken auf der Magnetscheibe. Keine Ahnung, ob das der Langlebigkeit zuträglich ist, aber mit Anhauchen und anschliessendem kräftigem Reiben mit dem dicken Daumen lasst sich die Flecken vermindern. Interessant, wie sich Einstellungen ändern. Früher war die Magnetschicht ein Heiligtum, das um Gottes Willen mit Nichts in Berührung kommen durfte. Schon gar nicht mit einem Daumen. Aber Dinge ändern sich und wer heilt, hat recht! Einige der Disketten waren so tatsächlich wieder in einen lesbaren Zustand zu bekommen.

Gealterte Hardware

Auch die 1541 hat ihre 25+ Jahre auf dem Buckel und kam zwar mit vielen Disketten erstaunlich gut, mit einigen aber gar nicht zurecht. Manchmal wollte sie auch Disketten nicht mehr lesen, die sie zuvor schonmal problemlos lesen konnte! Dann half zumeist meine "Master-Diskette": Eine Diskette, die die 1541 erstaunlicherweise jederzeit ohne zu Murren lesen konnte. Nach wiederholtem Lesen des Inhaltsverzeichnisses meiner Master-Diskette war möglicherweise der Schreib-/Lesekopf wieder an der richtigen Position und es konnten in Folge wieder andere Disketten gelesen werden.

Irgendwann ging dann leider gar nichts mehr und ich sah mich gezwungen, den Schreib-/Lesekopf der 1541 zu reinigen. Da gibt es zahlreiche Videos und Anleitungen im Netz; ich habe mich an diese bebilderte Anleitung gehalten. Der Andruckfilz blieb unangetastet. Sicherlich wäre es noch sinnvoll gewesen, wie beschrieben, die Führungsschienen mit Haftschmieröl zu pflegen. Mangels Öl habe ich das aber gelassen. Da bin ich knallhart.

format c:

Gerade bei der 1541 hat das Formatieren immer besonders viel Spaß gemacht, wenn der Schreib-/Lesekopf mit lautem Rattern an das Ende der Führungsschienen knallte. Nach dem Exhumieren des C64 aus dem Keller, war eine "Leerformatierung", also das Formatieren ohne eingelegte Diskette, aber genau der richtige Tipp, um der 1541 wieder auf die Sprünge zu helfen.

Mit OpenCBM lässt sich auch eine Diskette formatieren, bspw. so

cbmctrl command 8 N0:NAME,2D

oder so

cbmctrl open 8 15 I0

Wenn nichts mehr geht, ist das auf jeden Fall einen Versuch wert.

Ente gut, alles gut

Nach so viel Vorarbeit, ist die Freude groß, dass alle alten Demos, Programme und andere 8-Bit-Grausamkeiten in ein neues digitales Grab Format überführt werden konnten. Ipse fecit und ich habe fertig.

Minimierung von HTML, PHP, CSS und JavaScript mit Smaller für Mac

Ladezeiten von Web-Seiten können gar nicht kurz genug sein. Eine von zahlreichen Optmierungsmöglichkeiten ist die Minimierung von HTML-, PHP-, CSS- und JavaScript-Code. Das Mac Tool "Smaller" von Chen Luo erlaubt die effiziente stapelweise Verarbeitung solcher Dateien.

Smaller Logo Im April 2010 hat Google mit dem Artikel Using site speed in web search ranking in seinem Webmaster Central Blog offiziell die Ladezeit einer Web-Seite als Ranking-Faktor deklariert. Der Vorteil schnell ladender Web-Seiten liegt auf der Hand: Neben einer verbesserten User Experience lassen sich lt. Google dadurch ebenfalls Betriebskosten reduzieren.

Viele Tools unterstützen bei der Analyse und Optimierung der eigenen Web-Site. Zu den bekannteren gehört Googles eigenes PageSpeed-Tool, das sowohl als Online-Variante als auch in Plugin-Form bspw. für Firefox oder natürlich Chrome zur Verfügung steht. Ebenfalls bekannt: Das von Yahoo bereitgestellte YSlow sowie die in Googles Webmaster Tools angezeigte Site Performance (unter Labs, dann Site Performance).

Die Optimierungsvorschläge dieser Tools sind umfangreich und reichen vom verzögerten Laden von JavaScript, der Nutzung von Cache Validators oder Browser Caching weiter über die Angabe von Grafik-Abmessungen, der Nutzung von CSS Sprites bis hin zur Minimierung von Grafik und HTML, PHP, CSS sowie JavaScript Dateien. Für den letztgenannten Fall stellt Chen Luo mit seiner Smaller ein hervorragendes Tool bereit, daß diese Arbeit optimiert und insbesondere die Stapelverarbeitung mehrerer Dateien gleichzeitig erlaubt.

Zwar gibt es dafür auch zahllose online Tools, allerdings sind diese in der Regel auf eine Teilmenge der verschiedenen Dateitypen spezialisiert. So beispielsweise der YUI Online Compressor, der nur JavaScript und CSS komprimiert, nicht jedoch PHP oder HTML. Die Smaller App erlaubt dagegen in einem Arbeitsgang alle genannten Dateitypen gleichzeitig zu minimieren. Der Prozeß läuft in wenigen einfachen Arbeitsschritten ab.

Nach Download und Start der Smaller App wird der Nutzer mit einer leeren Arbeitsfläche begrüßt.

Smaller Startbildschirm

Im folgenden Beispiel wurden zwei Javascript- und CSS-Dateien sowie eine HTML-Datei per Drag’n’Drop auf die Arbeitsflächer der Smaller App gezogen.

Smaller Startbildschirm

Mit einem Klick auf den Minify-Button beginnt Smaller mit der Minimierung und zeigt während der Arbeit den Fortschritt auf der Arbeitsoberfläche an.
Die minimierten Dateien werden automatisch im selben Verzeichnis wie die Originaldatei gespeichert.

Im Optionsdialog der Smaller App können zahlreiche Einstellungen vorgenommen, um die Arbeitsweise des Programms an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Smaller Startbildschirm

So ist es möglich, den Klick auf den Minify-Button einzusparen, indem Smaller mit der Minimierung beginnt sobald Dateien per Drag’n’Drop auf die Arbeitsoberfläche gezogen wurden. Minimierte Dateien können automatisch mit dem Suffix “.min” ergänzt werden, so daß aus “main.js” bspw. “main.min.js” wird. Das Standardverhalten die minimierten Dateien im selben Verzeichnis abzulegen kann ebenso geändert werden, wie die automatische Erstellung einer gezippten Version.

Der Autor stellt eine 30-Tage-Testversion auf seiner Webseite smallerapp.com zum Download bereit. Zum Preis von gerade einmal $20,- erhält der Nutzer eine extrem praktische Drag’n’Drop Applikation für den Mac, die die Minimierung der gängigen Web-Datei-Formate unter einem Dach bündelt.

MacBook Pro Lüfter Test – Last erzeugen

Wie verhält sich ein MacBook unter Last? Und vor allem: Wird es laut? Wir zeigen, wie man einen sehr einfachen MacBook (Pro) Lüfter Test durchführen kann.

MacBook Pro Lüfter Test Beim Erwerb eines MacBook oder MacBook Pro kauft man üblicherweise die Katze im Sack. Zwar kann man sich, bspw. im Apple- oder Gravis-Store, mit dem Gerät vertraut machen. Ein wenig rumklicken, Helligkeit rauf und runter, mal eine Applikation starten und wieder schließen. Aber wie sich das Gerät unter Last verhält merkt man meistens erst nach dem Kauf, wenn es intensiv genutzt wird.

Allen stationären aber eben auch mobilen Rechnern ist gemein, daß sie eine Menge Hitze produzieren, die möglichst schnell aus dem Gehäuse abtransportiert werden muß, damit die CPU und andere Komponenten nicht den Hitzetod sterben. Vor dieser Herausforderung stehen auch die MacBooks und MacBook Pros. Von älteren Modellen war tlw. bekannt, daß sie bei höheren Lüfterdrehzahlen drohten “abzuheben”.

Hier ist ein sehr einfacher Weg, um beim MacBook oder MacBook Pro einen Lüfter Test bzw. Lasttest durchzuführen. Und das auch im Apple Store, ohne irgendwelche Software installieren zu müssen. Hier die drei Schritte:

  1. Activity Monitor starten. Der Activitiy Monitor ist für den MacBook Lüfter Test nicht nötig, hilft aber, die Lastzunahme am Monitor zu verfolgen. Start des Monitors bspw. über Spotlight (CMD+Space) dort “activity” eintippen und Return drücken. Der Activity Monitor wird gestartet. Dort im unteren Bereich den Reiter CPU anklicken.
  2. Terminal-Fenster öffnen. Bspw. ebenfalls über Spotlight mit “terminal”, dann Return. Es öffnet sich ein Shell-/Terminal-Fenster.
  3. Last erzeugen. Im Terminal-Fenster yes > /dev/null eingeben und Return drücken.

Im Activity Monitor ist nun gut zu beobachten wie die CPU-Last unmittelbar auf ~100% hochfährt. Es dauert jedoch i.d.R. eine Zeit bis die Lüftersteuerung die Lüfter auf maximale Drehzahl hochfährt. Neuere MacBooks kommen üblicherweise mit mehreren Rechenkernen in der CPU, so daß die Last zwischen den Kernen verteilt wird. Im Bild oben sind zwei Graphen zu sehen analog zwei Kernen in der CPU des getesteten MacBooks.

Der Rechner ist noch schneller “am Anschlag” wenn alle Kerne maximal ausgelastet werden. Diese ultimative MacBook Lüfter Test Last kann man bspw. so erreichen, indem pro Kern ein Terminal-Fenster mit yes > /dev/null gestartet wird.

Chrome “Pin Tab” Funktion

Mit der "Pin Tab" Funktion kommt mehr Ordnung in die Tab-Zeile des Chrome Browsers.

Wer im Chrome viele Fenster gleichzeitig geöffnet hat, kann schonmal den Überblick verlieren. Der Browser variiert zwar in Abhängigkeit der Menge an Tabs deren Breite. Allerdings sind ab einer bestimmten Menge nur noch das (Fav)Icon und die ersten paar Buchstaben des Titels einer Seite zu erkennen.

Für mehr Übersicht in der Tab-Leiste bietet sich die “Pin Tab” Funktion an: Mit Rechtsklick auf ein Tab und dann “Pin Tab” schrumpft das Tab auf die Größe des (Fav)Icons und befestigt sich dauerhaft auf der linken Seite der Tab-Leiste.

Chrome, pin a tab

Und hier das gepinnte Tab.

Chrome, a pinned tab

Sehr praktisch insb. für Seiten, die ohnehin stets geöffnet bleiben wie bspw. Google Mail, Facebook, etc.

Chrome Extension “Power Twitter” kurz vorgestellt

Eine wirkliche kurze Kurzvorstellung der Chrome Extension “Power Twitter”, die die Arbeit mit Twitter im Chrome Browser deutlich komfortabler gestaltet.

Eine wirkliche kurze Kurzvorstellung der Chrome Extension “Power Twitter”, die die Arbeit mit Twitter im Chrome Browser deutlich komfortabler gestaltet.

Chrome Extension: Power Twitter Der Entwickler 83° hat eine kraftvolle Erweiterung für’s gepimpte Zwitschererlebnis entwickelt: Die Chrome Extension Power Twitter verändert die Twitter-Timeline und fügt bspw. Youtube, Flickr, TwitPic und weitere Bild- und Videoformate, die in Twitter-Posts verlinkt sind, direkt in den zugehörigen Post ein. Die Titel verlinkter Seiten werden automatisch angezeigt – so bekommt man ein besseres Gefühl für den zumeist via Kurzlinks referenzierten Content. Das Erstellen verkürzter Links und der Upload von Photos wird durch entsprechende Funktionalitäten oberhalb der Status-Zeile vereinfacht. Ein paar weitere Features bleiben hier ungenannt, aber dafür sei abschließend erwähnt, daß die Funktionen von Power Twitter natürlich über die Konfigurationsseite – wie bei Chrome Extensions üblich – den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können.

Chrome Extension “bit.ly URL shortener” kurz vorgestellt

Eine Kurzvorstellung der Chrome Extension "bit.ly | a simple URL shortener", die das Verkürzen von URLs auf zwei Mausklicks reduziert.

Eine Kurzvorstellung der Chrome Extension “bit.ly | a simple URL shortener”, die das Verkürzen von URLs auf zwei Mausklicks reduziert.

Chrome Extension: bit.ly | a simple URL shortener Chrome Extension: Recent Tabs Mit der Chrome Extension: bit.ly | a simple URL shortener wird das Verkürzen von URLs deutlich vereinfacht: Klick auf das in freundlichem Orange lächelnde Icon in der Chrome Toolbar öffnet ein Fenster, das im Wesentlichen aus einem großen Eingabefeld, einem Link zu den Einstellungen (Options) und einem ‘Copied’-Button besteht. Im Eingabefeld wird automatisch der Titel der aktuell geöffneten Seite nebst angehängter verkürzter Web-Adresse (URL) eingefügt. Praktisch, daß die Chrome Extension per Default die verkürzte URL automatisch in die Zwischenablage kopiert.

In den Options kann das Kopierverhalten, dort ‘Auto Copy Short URLs’ genannt, auch ausgeschaltet werden. Mit dem ‘Twitter Enhancer’ fügt die bitly Extension auf twitter.com automatisch einen Shorten-Button ein, mit dem lange URLs verkürzt werden können. ‘Trend Notifications’ informiert den Nutzer, wenn ein verkürzter Link populär oder gar zum Trend wird. Die letzten beiden Optionen sind ‘Auto Expand Links’ und ‘API Domains’. Erstgenannte zeigt einen Link Preview für bit.ly auf besuchten Seiten an, während die Letztere festgelegt ob bit.ly mit der bit.ly API oder der noch kürzere j.mp API arbeiten soll.

Chrome Extension “Recent Tabs” kurz vorgestellt

Eine Kurzvorstellung der Chrome Extension "Recent Tabs" von Jason Savard, die das Hotkey-gesteuerte Blättern und Wechseln von Tabs erlaubt.

Eine Kurzvorstellung der Chrome Extension “Recent Tabs” von Jason Savard, die das Hotkey-gesteuerte Blättern und Wechseln von Tabs erlaubt.

Chrome Extension: Recent Tabs Chrome Extension: Recent Tabs Die Chrome Extension: Recent Tabs erleichtert die Arbeit mit Tabs in Chrome. Wer vornehmlich mit der Maus arbeitet, wird die mit dieser Erweiterung nachgerüstete Funktionalität eher nicht benötigen. Aber Tastatur- und insb. Hotkey-Nutzer erhalten ein Feature, daß eigentlich fester Bestandteil von Chrome sein sollte.

In Chrome kann mit Bordmitteln nur sequentiell via Strg+Tab und Strg+Shift+Tab durch die Tabs gewechselt werden. Eine sehr hilfreiche Funktionalität, die bspw. Opera mit der Kombination Alt+Tab bietet -und die Chrome erstaunlicherweise nicht beherrscht- ist der Wechsel zwischen den beiden zuletzt genutzten Fenstern.

Mit der Recent Tabs Extension wird u.a. eine solche Funktionalität ermöglicht. Die Bedienung ist denkbar einfach. Nach der Installation der Extension erscheint mit Strg+Q oder einer selbst Gewählten Tastenkombination ein Popup-Fenster mit einer Liste aller geöffneten Tabs. Durch wiederholtes Drücken von Strg+Q wird das nächste Tab in der Liste ausgewählt. Dabei ist die Listensortierung so gewählt, daß das zuvor besuchte Fenster stets das erste Element der Liste ist, was den schnellen Wechsel zwischen denselben zwei Fenstern ermöglicht.

Chrome Extension “Web Developer” kurz vorgestellt

Die Chrome Extension "Web Developer" von Chris Pederick ist ein Chrome-Port der gleichnamigen Firefox Extension und fügt der Chrome Toolbar hilfreiche Web Developer Tools hinzu.

Die Chrome Extension “Web Developer” von Chris Pederick ist ein Chrome-Port der gleichnamigen Firefox Extension und fügt der Chrome Toolbar hilfreiche Web Developer Tools hinzu.

Chrome Extension: Web DeveloperDie Chrome Extension: Web Developer ist ein nützliches Werkzeug für Web Entwickler. Sie klinkt sich in die Chrome Toolbar ein und stellt verschiedene Tools zur Verfügung, die mit wenigen Klicks die Anzeige und Manipulation der aktuell geladenen Web-Seite erlauben. Chrome Extension: Web Developer Dabei stehen die folgenden Kategorien zur Verfügung, innerhalb derer verschiedene Werkzeuge bereitgestellt werden: CSS, Forms, Images, Information, Miscellaneous, Outline, Resize und Tools. Aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten werden je Kategorie nur ein paar beispielhafte Optionen genannt.

Via CSS können alle möglichen Stylesheet-Angaben ausgeschaltet werden. Dabei reicht die Bandbreite von Inline über Embedded oder Print Styles hin zur Deaktivierung aller Formatierungs- und Positionierungsinformationen. Zusätzlich stehen Funktionen zur Anzeige, dem Editieren und neu laden der CSS-Informationen zur Verfügung.

Mit den Funktionen im Forms-Menü werden Formulare manipuliert: GET zu POST oder POST zu GET umwandeln, Radio Buttons zurücksetzen, Formular-Details anzeigen, Längenbeschränkungen in Eingabefeldern aufheben etc.

Images erlaubt bspw. die Anzeige der alt-Attribute, das Verstecken aller Bilder, die Anzeige aller Bilder in Maximalgröße, die Umrandung von Bildern oder der Anzeige von detaillierten Informationen zu jedem Bild auf der aktuellen Seite.

Über Information lässt sich ein interaktives Fadenkreuz aktivieren, mit dem HTML-Elemente identifiziert und Informationen zu diesen Elementen angezeigt werden können (Funktion Display Element Information). Weitere Funktionen umfassen u.a. die Anzeige von Id- und Class-Informationen oder Details zu Hyperlinks.

Miscellaneous stellt u.a. einen Color Picker, ein Zentimetermaß (Display Ruler) oder eine Funktion zur Anzeige versteckter Elemente zur Verfügung.

Über das Outline-Menü können Block Level, Deprecated, External Links, Frames, Headings, Tabellen, Floating Elements etc. mit einer Umrandung versehen werden.

Resize erlaubt die Anpassung des Viewports oder die Anzeige der aktuellen Fenstergröße des Browsers.

Abschließend werden In den Tools Validierungsmöglichkeiten für CSS, Feed, HTML, Links, Section 508, WCAG, Local CSS oder Local HTML über verschiedene Online-Validator angeboten.

“Umgehende Personalisierung” bei Facebook deaktivieren

Facebook hat vor geraumer Zeit ein neues Feature, genannt "Umgehende Personalisierung" (Instant Personalization), in Betrieb genommen. Wir beschreiben kurz, worum es bei der umgehenden Personalisierung geht und zeigen, wie sie deaktiviert bzw. abgeschaltet werden kann.

Facebook hat vor geraumer Zeit ein neues Feature, genannt “Umgehende Personalisierung” (Instant Personalization), in Betrieb genommen. Wir beschreiben kurz, worum es bei der umgehenden Personalisierung geht und zeigen, wie sie deaktiviert bzw. abgeschaltet werden kann.

Was macht die umgehende Personalisierung? Ist sie eingeschaltet erhalten sog. Partnerwebsites nach einmaliger Rückfrage Zugriff auf die eigenen Daten und die Daten der Freunde, um dem Besucher einer solchen Partnerwebsite personalisierte Inhalte auszuspielen. Dabei können die Partnersites nach Aussage von Facebook nur auf die Daten zugreifen, die vom Facebook-Nutzer zuvor schon für jeden verfügbar gemacht wurden.

Das klingt erst einmal unkritisch und die Menge an aktuellen Partnersites ist aktuell auch noch sehr übersichtlich. Derzeit arbeitet Facebook mit den folgenden Partnern zusammen: Bing, TripAdvisor, Clicker, Rotten Tomatoes, Docs, Pandora, Yelp, und Scribd. Wer dennoch ein mulmiges Gefühl beim zweiten großen Datenkraken im Web hat und es insb. nicht mag, daß die umgehende Personalisierung in gewohntem Facebook-Stil ohne Rückfrage seitens Facebook für alle Nutzer per Default eingeschaltet wird, der sollte das Deaktivieren dieser Funktion erwägen.

Und so wird die umgehende Personalisierung bei Facebook deaktiviert: Über Konto > Privatsphäreeinstellungen > Anwendungen und Webseiten die Einstellungen zu “Umgehende Personalisierung” editieren und dort ganz unten den Haken bei “Umgehende Personalisierung auf Partnerwebseiten aktivieren” entfernen (das Bild zeigt den englischen Text der instant personalization).

Umgehende Personalisierung bei Facebook deaktivieren

Hinweis: Facebook scheint die Instant Personalization in Wellen einzuschalten, denn bei manchen Nutzern ist das entsprechende Feld in den Privatsphäreeinstellungen aktuell noch ausgegraut (und deaktiviert). Also falls das Feature noch nicht deaktiviert werden kann, nach ein paar Tagen noch einmal nachsehen.

Chrome Extension “Awesome Screenshot” kurz vorgestellt

Mit der Chrome Erweiterung "Awesome Screenshot: Capture & Annotate" von diigo.com lassen sich sehr einfach sowohl Teile einer Web-Seite als auch die gesamte Seite einfangen und als PNG-Datei speichern.

Mit der Chrome Erweiterung “Awesome Screenshot: Capture & Annotate” von diigo.com lassen sich sehr einfach sowohl Teile einer Web-Seite als auch die gesamte Seite einfangen und als PNG-Datei speichern.

Chrome Extension: Awesome ScreenshotDamit ist die Chrome Extension: Awesome Screenshot: Capture & Annotate, im Wust der zahllosen anderen Screenshot Extensions, aber noch nichts besonderes. Chrome Extension: Awesome Screenshot im Einsatz auf winkekatze.infoSpannend wird es erst durch die Möglichkeit, einen Screenshot des Browser-Inhalts noch vor dem Speichern mit Rechtecken, Kreisen, Pfeilen, Linien und Text zu versehen. Weiterhin erlaubt Awesome Screenshot das Beschneiden der Bildränder (Crop-Funktion) und die gezielte Unkenntlichmachung durch ein Unschärfe-Tool (Blur-Funktion); einige der Werkzeuge wurden im Screenshot zur Rechten angewendet. Nach Klick auf ‘Done’ kann der Screenshot entweder auf dem eigenen Rechner als PNG-Datei gespeichert oder auf den Server von Awesome Screenshot hochgeladen werden. Über die letztgenannte Option erhält der Nutzer einen Kurzlink zum Bild, der bspw. zum Verteilen über Facebook, Twitter & Co. dienen kann.