Atomic Web oder: Wie der Safari-Browser auf dem iPhone hätte sein sollen!

Atomic Web, ein alternativer Web Browser für das iPhone oder den iPad, schlägt sowohl den mitgelieferten Safari als auch Opera...

Atomic WebAtomic Web, ein alternativer Web Browser für das iPhone oder den iPad, schlägt sowohl den mitgelieferten Safari als auch Opera Mini um Längen. Er löst das Versprechen ein, mit dem eigentlich Opera Mini an den Start gegangen war. Nämlich schnell zu sein. Rasend schnell. Atomic Web bietet – neben zahllosen weiteren Funktionen – Tabbed Browsing, Multi Touch-Bedienung, Seitensuche, Private Browsing Mode, Full Screen, Bookmarklets und einen sehr gut funktionieren Werbeblocker.

Der Browser lässt sich in einer Lite-Version ohne störende Einschränkungen auf Herz und Nieren testen. Schon nach wenigen Minuten stand fest, daß solche Software-Kunst durch den Kauf der Vollversion unterstützt werden muß. Während das schneckenlahme iTunes die Atomic Web App-Seite lädt, kreisen die Gedanken um den Preis. Drei Euro, vielleicht Vier? Ist der Browser gar fünf oder sechs Euro wert? Dann die Offenbarung: Der Entwickler gibt sich bescheiden und verkauft die Vollversion für gerade einmal 79 Cent! Strong buy!

C64 Klingeltöne für’s iPhone

Wer mit dem C64 groß geworden ist, der erinnert sich vielleicht noch an Spieleklassiker wie Gobots, den Joystick-Killer Summergames, Delta...

Bruce Lee, C64 Wer mit dem C64 groß geworden ist, der erinnert sich vielleicht noch an Spieleklassiker wie Gobots, den Joystick-Killer Summergames, Delta oder gar Bruce Lee. Mit Stand 24.12.2009 finden sich mittlerweile unglaubliche 37.801 Commodore 64 Musikstücke in der High Voltage SID Collection. Das ist eher nichts für Dolby Digital, DTS, 9.1 Surround Sound verwöhnte Ohren, aber zum Schwelgen in Erinnerungen an “die gute alte 64er Zeit” reicht es allemahl.

Und wer meint, daß in der historischen Abfolge von ein- zu mehrstimmig piepsenden, dann polyphonen und schließlich wohlklingenden mp3 Klingeltönen, die Zeit überreif für dreistimmige Retro SID Sounds sei, dem kann geholfen werden! In Ergänzung der bei superlevel.de zu findenden C64 Klingeltöne fürs (sic!) iPhone, gibt’s hier noch mehr C64 Klassiker im iPhone-tauglichen m4r-Format (AAC).

Wir starten mit einer Auswahl an Stücken von Chris Hülsbeck, der 1986 mit seinem nach wie vor höhrenswerten Song “Shades” den Musikwettbewerb der damaligen C64-Bibel “64’er” gewann, und seither einer der erfolgreichsten Sound- und Musikproduzenten im Computerspielebereich ist.

iPhone Klingelton (~30 Sek.)mp3-Datei (ungekürzt)
Giana Sisters (631 kB)GianaSisters-TimeWarp1987.mp3 (3,5 MB)
Dulcedo Cogitationis (602 kB)DulcedoCogitationis-1987.mp3 (8,2 MB)
Shades (606 kB)Shades-Markt&Technik1986.mp3 (7,2 MB)
Experiment (872 kB)Experiment-1986.mp3 (737 kB)
Jinks (926 kB)Jinks-RainbowArts1987.mp3 (766 kB)
Antics (565 kB)Antics-TimeWarp1987.mp3 (6,6 MB)
Compilation I (623 kB)CompilationI-Audios1989.mp3 (4,3 MB)
Gem X (602 kB)GemX-KaikoDemonware1991.mp3 (3,4 MB)

Und dann war da noch Rob Hubbard, der uns unvergessliche Sounds für International Karate, Commando, Monty on the Run oder auch Thing on a Spring komponierte. Eines der damaligen Top Spiele, bei denen mindestens ein Quickshot Turbo dran glauben musste, war “Delta”, zu dessen Musik sich Hubbard lt. Wikipedia durch das “Pink Floyd album The Dark Side of the Moon and Philip Glass’ music for Koyaanisqatsi” inspirieren liess. Die bekannten Glass’schen repetetiven Muster finden sich bspw. im unten gelisteten 11-Minuten-Stück(!) “Delta1” wieder, das während der Spielsequenzen im Hintergrund läuft.

Apropos Quickshot Turbo: Viel bekannter und wahrscheinlich auch beliebter war ja der Competition Pro. Ein nahezu unkaputtbarer Klassiker von einem Spielknüppel, den es mittlerweile von Speed-Link in einer Retro-Neuauflage mit USB-Anschluß für den PC gibt (bspw. bei Amazon, siehe rechts). Mitgeliefert wird noch eine umfangreiche Spielesammlung nebst C64 Emulator, damit man mit dem Competition Pro am PC nicht auf dem Trockenen sitzt. Der Joystick hat sicher nicht die Qualität des “alten” Competition Pro, aber für vergleichsweise günstige 15,- € holt man sich den alten C64-Charme direkt auf seinen PC.

iPhone Klingelton (~30 Sek.)mp3-Datei (ungekürzt)
Delta 1 (569 kB)Delta1-Thalamus1987.mp3 (16,4 MB)
Delta 7 (119 kB)Delta7-Thalamus1987.mp3 (143 kB)
Delta 11 (287 kB)Delta11-Thalamus1987.mp3 (324 kB)
Delta 12 (Title) (655 kB)Delta12-Thalamus1987.mp3 (2,1 MB)
Arcade Classics (606 kB)ArcadeClassics-Firebird1987.mp3 (9,4 MB)
Commando (758 kB)Commando-Elite1985.mp3 (5,7 MB)
The Last V8 (758 kB)TheLastV8-Mastertronic1985.mp3 (3,3 MB)
Sanxion (758 kB)Sanxion-Thalamus1986.mp3 (8 MB)
International Karate (758 kB)InternationalKarate-…1986.mp3 (15,5 MB)
Auf Wiedersehen Monty (758 kB)AufWiedersehenMonty-…1987.mp3 (8,8 MB)
Monty On The Run (782 kB)MontyOnTheRun-1985.mp3 (8,4 MB)

Datasoft hat 1983 dem zu diesem Zeitpunkt seit zehn Jahren verstorbenen Gott der Kampfkünste, gemeint ist Bruce Lee, ein Denkmal mit dem gleichnamigen Spiel auf dem C64 gesetzt. Im folgenden, neben Bruce Lee, einige weitere bekannte Titel als iPhone Klingelton und ungekürzte mp3-Datei.

iPhone Klingelton (~30 Sek.)mp3-Datei (ungekürzt)
Yie Ar Kung Fu (758 kB)YieArKungFu-Imagine1985.mp3 (13 MB)
Game Over (758 kB)GameOver-Imagine1987.mp3 (7,4 MB)
Arkanoid (758 kB)Arkanoid-Imagine1987.mp3 (3,3 MB)
Jumpman Jr. (115 kB)JumpmanJr-Epyx1983.mp3 (319 kB)
Ghostbusters (758 kB)Ghostbusters-Activision1984.mp3 (5,7 MB)
G.I. Joe (397 kB)GIJoe-Epxy1985.mp3 (340 kB)
Boulder Dash (467 kB)BoulderDash-1stStarSW1984.mp3 (414 kB)
Beach Head II (758 kB)BeachHeadII-AccessSW1985.mp3 (893 kB)
Infernal Runner (758 kB)InfernalRunner-Loriciel1985.mp3 (918 kB)
Bruce Lee (193 kB)BruceLee-Datasoft1983.mp3 (549 kB)
BMX Simulator (782 kB)BMXSimulator-Codemasters1986.mp3 (1,1 MB)
David Music Demo #2 (782 kB)MusicDemo#2-…1985-86.mp3 (1 MB)
Gobots (782 kB)Gobots-Ariolasoft1987.mp3 (4,9 MB)
Rambo II (758 kB)RamboII-Ocean1986.mp3 (5,1 MB)

Weiterführende Informationen: Die weiter oben bereits erwähnten C64 Klingeltöne fürs (sic!) iPhone von Daniel gehosted bei superlevel.de. Eine Beschreibung, wie aus den C64 SIDs Klingeltöne für das iPhone produziert werden können. Die wahrscheinlich vollständigste Sammlung an C64 Klingeltönen als mp3-Dateien, die von Stone Oakvalley mit Original-64ern aufgenommen wurden gibt es in Stone Oakvalley’s Authentic SID Collection. Noch einmal etwa 400 mp3s, die durch Verwendung einer HardSID-Karte ebenfalls sehr authentisch klingen dürften im SID 6581/8580 Recordings Archive. Und die Homepage der High Voltage SID Collection mit der, Stand 03.05.2010, unglaublichen Menge von 37801 SIDs.

Von zyb zu mobical.net

Wie im vorigen Post beschrieben, krankt zyb derzeit an reduziertem Leistungsumfang: Sowohl Massenimport mehrerer Kontakte bspw. via CSV-Datei als auch...

Wie im vorigen Post beschrieben, krankt zyb derzeit an reduziertem Leistungsumfang: Sowohl Massenimport mehrerer Kontakte bspw. via CSV-Datei als auch Anlegen von Rufnummern, E-Mail-Adressen etc., die über die im Formular vorgegebene Menge hinausgehen, waren mal möglich, sind es aber nicht mehr.

Es gibt verschiedene Anbieter vergleichbarer Dienste, bspw. mobical.net oder memotoo. Memotoo macht auf den ersten Blick einen etwas überladenen und unübersichtlichen Eindruck. Daher erhält mobical mit seiner aufgeräumten Oberfläche den Zuschlag und darf zeigen, ob es meinen Mindestanforderungen bestehend aus

  • Kontaktverwaltung,
  • insb. mit der Möglichkeit zur Verwaltung beliebiger Mengen an Rufnummern, E-Mail-Adressen etc. je Kontakt
  • Synchronisation mit mobilem Endgerät via SyncML
  • und Import/-Export via CSV oder VCF

gerecht wird. Nach ein paar kurzen Tests steht fest: Die Mindestanforderungen werden vollständig abgedeckt – mit mobical kann man arbeiten! Zwar gibt es nur einen VCF-Import/-Export, aber mittlerweile exportieren viele Applikationen und Online-Dienste, so im übrigen auch zyb, im Visitenkartenformat, daher kein “no go”.

Im Folgenden eine Kurzbeschreibung zum Umstieg von zyb auf mobical und der Kontaktsynchronisation mit einem iPhone 2G.

  1. Export der Kontakte aus zyb: Einloggen -> “People”-Reiter -> “Select all” unten links unter der Kontaktliste -> rechts “Export contact details…” -> Sollte den Speichern-Dialog des Browsers öffnen, um die Datei vcard.vcf auf die Platte zu bannen -> ausloggen. NB: Etwaige Anruferbilder gehen beim Export verloren!
  2. Import der Kontakte in mobical: Einloggen -> “Contacts” links wählen -> “Import”-Button rechts oben anklicken -> “Choose” im Popup-Dialog wählen und zuvor abgelegte Datei vcard.vcf suchen, dann “Import”-Button. Die Kontaktdaten werden importiert.
  3. Alle Kontakte auf dem iPhone löschen: Für eine “frische” Synchronisation zwischen mobical und iPhone sollen zunächst alle Kontakte auf dem iPhone gelöscht werden. Wieder so eine iPhone-Herausforderung, da Apple bis Firmware-Stand 2.x (vielleicht ändert es sich mit 3.0?) keine Möglichkeit vorgesehen hat, alle Kontakte auf einmal zu löschen. Für den Mac soll es mit folgendem Workaround klappen: Im Mac-Adressbuch eine neue, leere Gruppe bspw. mit Namen “Delete” anlegen. iPhone anschließen und in iTunes iPhone-Bereich in den “Info”-Einstellungen “Sync Address Book contacts”, “Selected groups:” und dort die Gruppe “Delete” wählen. Synchronisieren. Das sollte passieren: Die leere Kontaktliste “Delete” wird auf das iPhone synchronisiert und löscht somit alle Kontakte auf dem Gerät. Gute Idee, klappt aber nicht. Zum einen wird einfach eine neue (leere) Gruppe “Delete” auf dem iPhone angelegt, zum anderen synchronisiert iTunes alle Kontakte, die sich auf dem iPhone befinden, in die “All”-Gruppe im Mac-Adressbuch. Da kann man nur hoffen, daß die “All”-Gruppe im Mac-Adressbuch nicht schon für andere Kontaktdaten gebraucht wurden. Sonst hat man nach diesem Synchronisationsakt ein ziemliches Durcheinander auf dem Rechner. Falls das Mac-Adressbuch nicht verwendet wird, liegt aber nun die Lösung auf der Hand. Die Gruppe “Delete” wird gelöscht, ebenso alle Kontakte in der Gruppe “All”. Neue iTunes-Synchronisation und schon ist die Kontaktliste auf dem iPhone bar jedes Inhalts.
  4. iPhone und SyncML: Das iPhone beherrscht von Haus aus nicht das SyncML-Protokoll. Im Post zur Synchronisation via SyncML wurde bereits die – erfreulicherweise nach wie vor kostenlose – iPhone-Applikation (Link führt zum SyncML-Client von Synthesis im iTunes-Store) vorgestellt, mit der SyncML zur Kontaktsynchronisation auf dem iPhone nachgerüstet werden kann. Nach Installation auf dem iPhone muß der SyncML-Client mit den Synchronisationsparametern von mobical gefüttert werden. Die sind auf der mobical-Site etwas versteckt: Einloggen -> rechts oben “Help” -> Button “Configure my device” -> unter 3) den Link “Manual settings”. Im Popup-Fenster erscheinen die Informationen:
    • Sync server URL: http://www.mobical.net/sync/server
    • Username: <Username>
    • Password: <Passwort> (NB: Ja, dieses Passwort unterscheidet sich tatsächlich von dem, das zum Login bei mobical.net verwendet wird!)
    • Contacts database:
    • Calendar database:
    • Tasks database:
    • Notes database:
    • Bookmark database:

    Die Database-Einträge sind allesamt leer, sollten es aber nicht sein. Für die Kontaktsynchronisation ist “Contacts” zu verwenden, also:

    • Contacts database: Contacts

    Bei den anderen Einträgen dürfte ebenfalls das Wort vor “database” funktionieren, wurde aber nicht getestet.

Ist der SyncML-Client konfiguriert, geht’s mit “Start Synchronisation” los. Wenn alles gut läuft befinden sich nach der Synchronisation sämtliche Kontakte aus mobical auf dem iPhone. :-)

[Update 27.05.2009] Gestern hat zyb seine Nutzer über einen anstehenden Relaunch seiner Website informiert. Mal sehen, ob die raus”optimierten” Funktionen dann wieder verfügbar sein werden. Alles neu macht der Mai! ;-)

[Update 18.07.2010] Uuuund gekauft von Wo-Da-Phon. Für die Zyb-Betreiber wahrscheinlich ein guter Deal. Hier der Abgesang auf der eigenen Web-Site: “ZYB wird am 31. Juli geschlossen. Rufe www.360.com auf, um Dein Handy zu registrieren und zu sichern. Wir möchten uns bei allen unseren Kunden für ihre Unterstützung bedanken!”

Google News für iPhone optimieren

Google bietet seit geraumer Zeit speziell für das iPhone aufbereitete Seiten seines News-Dienstes an. Die Auflistung der News ist übersichtlich...

Google bietet seit geraumer Zeit speziell für das iPhone aufbereitete Seiten seines News-Dienstes an. Die Auflistung der News ist übersichtlich gelungen und angenehm zu bedienen. Allerdings gibt es beim Abruf einer Meldung drei Dinge, die stören:

  1. Zum Lesen eines Artikels wird stets ein neues Fenster im Safari-Browser geöffnet. Selbiges muß nach dem Lesen des Artikels wieder geschlossen werden, um zu den Google News zurückzukehren. Hier wäre es angenehmer, wenn der verlinkte Artikel im selben Fenster geöffnet würde. Mit einem einzigen Klick auf den Back-Button wäre eine Rückkehr zu den Google News möglich.
  2. Kehrt man zu den Google News zurück, so wird die Übersichtsseite neu geladen. Nicht jedes Mal, aber oft genug, um zu stören. Möglicherweise greift ein Browser-Timeout, um die Seite zu aktualisieren. Interessant, da im HTML-Code kein Refresh vermerkt ist (dafür jedoch “no-cache”). Das Neuladen möchte ich allerdings selber anstossen und nicht nach jeder dritten Seite ein Zwangs-Refresh erleben.
  3. Der verlinkte News-Artikel führt direkt auf die Internetseite des Nachrichtenanbieters, bspw. Süddeutsche, Focus Online oder zur Tagesschau. Angesichts der üblicherweise recht aufgeblähten Internetpräsenzen dürfte nur mit einem 3G-iPhone und vorhandener UMTS-Abdeckung oder 2G-iPhone mit WLAN-Zugang in akzeptabler Zeit der gewünschte Artikel auf dem Display erscheinen. Ohne UMTS-Versorgung oder mit lahmem GPRS wie beim 2G-iPhone wird der Abruf allerdings zur Geduldsprobe. Eine Aufbereitung der Inhalte für mobile Geräte scheint ohne flächendeckende und kostenlose WLAN-Versorgung nach wie vor angemessen.

Da die Einstellmöglichkeiten bei den Google News derlei nicht vorsehen, gibt es unter tokamak.de/inews eine Art Miniproxy, der die o.g. Optimierungen vornimmt: Zum einen öffnen Links kein eigenes Fenster mehr. Zum anderen wird skweezer verwendet, um die aufgerufenen Artikel im Umfang zu reduzieren. Und nach der Rückkehr wird die Übersichttsseite nicht automatisch aktualisiert.
   Nutzung: Den Link tokamak.de/inews in der URL-Zeile des Safari-Browsers eingeben und los geht’s! :-) NB: Der Miniproxy ist eine Machbarkeitsstudie und im Betastatus. Verwendung auf eigene Gefahr.

iPhone – Die unendliche Startschleife

Da haben wir uns vorsichtig und nur ein klein wenig dem Spieltrieb hingegeben, und schon ward das iPhone korrumpiert! Nichts...

Da haben wir uns vorsichtig und nur ein klein wenig dem Spieltrieb hingegeben, und schon ward das iPhone korrumpiert! Nichts ging mehr; in einer Endlosschleife nach dem Booten erschienen das Dock, der Hinweis zum Verschieben von Icons, dann der SIM-Unlock-Dialog und wieder alles von vorne. Als Stroboskop-Effekt ganz nett, aber ansonsten ein nutzloser Haufen Metall und Plastik. Katastrophe!
   Und das kam so: Das gebraucht erstandene, vom Vorbesitzer ordnungsgemäß ge-jailbreak-te und ge-un-sim-lockte, mit installer.app versehene und auf Versionsstand 1.1.4 arbeitende Gerät, verrichtete ordnungsgemäß seinen Dienst. Der Anfang allen Übels dürfte die Frage gewesen sein, was es denn da wohl für spannende Applikationen über den Installer zu beziehen gibt. So, so, man kann also via ssh über des Macs Terminal auf das Dateisystem des iPhones zugreifen? Sehr interessant! Also das BSD Subsystem, Community Sources und OpenSSH installiert und, whoooshhh, schon geht’s mit Kommandozeilen-Basics dem iPhone an’s Eingemachte. Nichts gelöscht, nichts verändert, Ehrensache. “Denn sie wissen nicht, was sie tun” gibt’s immer nur bei den anderen. ;)
   Unter iPhone-Killer-Verdacht steht also eher die im Anschluß installierte Applikation “Customize”, mit der Themes, Klingeltöne, Systemmeldungen etc. den eigenen Bedürfnissen angepasst werden können. Nach Installation wird gleich der Hinweis auf einen evtl. benötigten Patch der SUID Library gegeben, sollte die Applikation direkt beim ersten Start abstürzen. Und tatsächlich, Customize crasht auch nach dem 20. Start noch, so daß umgehend die Patch Library nachgeschoben wird. Danach läuft Customize, allerdings lassen sich keine Einstellungen ändern. Ob das daran liegt, daß die Website des Entwicklers down ist…?
   Was auch immer den Kode-Salat verursacht haben mag, am Ergebnis ändert es nichts: Nach Aus- und wieder Einschalten ist das iPhone in der oben beschriebenen Endlosschleife gefangen. Also lesen, lesen und dann gemäß Anleitung auf Hack that phone das iPhone mit einer neuen Firmware aus der Murmeltier-Schleife erretten. Zwei Vorteile hatte das ganze Unterfangen: (a) eine ordentliche Portion Freizeitadrenalin und (b) Firmware Version 2.1, die die Nutzung des derzeit kostenlosen SyncML-Clients von Synthesis ermöglicht. Phew!

iPhone – Synchronisation via SyncML

Dem iPhone fehlen bekanntermaßen einige Basisfunktionalitäten, die bei vielen anderen mobilen Endgeräten zum Standard gehören. Neben des Mangels an der...

Dem iPhone fehlen bekanntermaßen einige Basisfunktionalitäten, die bei vielen anderen mobilen Endgeräten zum Standard gehören. Neben des Mangels an der viel diskutierten Copy’n’Paste-Funktion, der gänzlich fehlenden Möglichkeit MMS zu verarbeiten oder der Unfähigkeit SMS weiterleiten zu können, gibt es auch keinen SyncML-Client. Letztgenannter ermöglicht, abhängig von den Fähigkeiten des Clients und des Servers, die drahtlose Synchronisation von Kontakt-, Kalender- und Notizdaten zwischen Endgerät (Client) und einem Diensteanbieter (Server, bspw. ZYB, mobical oder memotoo).
   Für alle iPhone-Nutzer mit Software-Version 2.x gibt es Rettung: Im AppStore bietet das schweizer Unternehmen Synthesis derzeit einen SyncML-Client (Link öffnet iTunes Store) im Beta-Status kostenlos zum Download an. Aktuell können mit dem Progrämmchen nur Kontakte synchronisiert werden. Die Kostenlosphase endet, sobald die Applikation auch Kalenderdaten abgleichen kann.
   Auch iPhone-Nutzern mit älterer Software kann geholfen werden; allerdings nicht kostenlos. Nexthaus bringt seinen SyncML-Client SyncJE für $39,95 unter’s Volk. Dieser soll auf dem iPhone Kontakte, Kalender und Notizen synchronisieren können. Eine auf 15 Tage beschränkte Testversion ist verfügbar.

iPhone – mp3s laden, speichern und abspielen

Apple versteht seine Gerätschaften als geschlossene Systeme, in denen nur das funktionieren soll, was Apple erlaubt. Und zwar auf exakt...

Apple versteht seine Gerätschaften als geschlossene Systeme, in denen nur das funktionieren soll, was Apple erlaubt. Und zwar auf exakt die Art, die der Hersteller aus Cupertino vorgibt. So auch beim Befüttern des iPhone/iTouch mit Musik; ein Akt, der in der Regel nur via iTunes möglich ist. Die Titel werden mit dem eingebauten Mediaplayer abgespielt. Ende. Nett wäre aber folgendes Szenario: Ein direkter Download von Musikdateien aus dem Internet nebst lokaler Speicherung auf dem iPhone und anschließender Abspielmöglichkeit der geladenen Musikstücke.
   Das geht! Der Entwickler Richard Shearman hat den Mediaplayer dTunes entwickelt, der das Abspielen von lokal gespeicherten Musikstücken und Videos ermöglicht. Zusammen mit einem Safari-Download-Plugin und dem in Shearman’s Mediaplayer unterstützten Seeqpod-Dienst, der das Internet nach abspielbaren mp3-Dateien durchforstet, lässt sich das oben skizzierte Szenario sehr elegant umsetzen. Voraussetzung ist ein iPhone/iTouch mit Firmware 2.x (jailbreaked/Cydia) – Details sind auf der Seite iphone-game.de zu finden.
   Noch eine kleine Hilfestellung: Unter nullseite.de/top100 wird eine stets aktuelle Chartliste bereitgestellt, die jeden Titel direkt auf Seeqpod verlinkt. Eignet sich hervorragend als Startseite in dTunes. ;-)