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Aug/10
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Atomic Web oder: Wie der Safari-Browser auf dem iPhone hätte sein sollen!

Atomic WebAtomic Web, ein alternativer Web Browser für das iPhone oder den iPad, schlägt sowohl den mitgelieferten Safari als auch Opera Mini um Längen. Er löst das Versprechen ein, mit dem eigentlich Opera Mini an den Start gegangen war. Nämlich schnell zu sein. Rasend schnell. Atomic Web bietet – neben zahllosen weiteren Funktionen – Tabbed Browsing, Multi Touch-Bedienung, Seitensuche, Private Browsing Mode, Full Screen, Bookmarklets und einen sehr gut funktionieren Werbeblocker.

Der Browser lässt sich in einer Lite-Version ohne störende Einschränkungen auf Herz und Nieren testen. Schon nach wenigen Minuten stand fest, daß solche Software-Kunst durch den Kauf der Vollversion unterstützt werden muß. Während das schneckenlahme iTunes die Atomic Web App-Seite lädt, kreisen die Gedanken um den Preis. Drei Euro, vielleicht Vier? Ist der Browser gar fünf oder sechs Euro wert? Dann die Offenbarung: Der Entwickler gibt sich bescheiden und verkauft die Vollversion für gerade einmal 79 Cent! Strong buy!


Category » iPhone
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Aug/10
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Did you watch porn?

Auf eine solch schamlos indiskrete Frage dürften die meisten Kohlestoffeinheiten (gemeint sind Weibchen und Männchen) mit einem beherzt entrüsteten “Selbstverständlich nicht!” anworten. Der zugehörige empörte Gesichtsausdruck wird aber in der Regel nur noch durch den Mangel an Glaubwürdigkeit einer solchen Aussage übertroffen. Dabei liegt es diesem Posting fern, mit einem ethischen Zeigefinger wichtigtuerisch in der Luft herumzufuchteln. Gehen wir also in medias res und zeigen, was es mit dem Web, den Browsern und dem Pornokonsum auf sich hat.

Did you watch porn?

Auf der Suche nach Informationen darüber, wie eine Web-Site alle auf dem Rechner eines Besuchers gespeicherten Cookies auslesen kann, hat der Datenkrake u.a. diesen Treffer aus dem Blog des Journalisten Andreas Winter produziert: Did you watch Porn? Dort erfahren wir, daß es, passend zum Betreff [s|m]eines Posts tatsächlich eine Seite gibt, die sich didyouwatchporn.com nennt. Und wir lernen, daß es um die Privatsphäre im Web schlecht bestellt sei, weil Web-Seiten Cookies auf den Rechnern ihrer Besucher speichern. Denn, so der Schluß, wenn eine Web-Site wie didyouwatchporn.com über die auf dem Rechner des Besuchers gespeicherten Cookies herausbekommen kann, welche (Porno-)Seiten dieser besucht hat, dann kann das theoretisch auch jede andere Seite. Und das gilt nicht nur für Schmuddelseiten, sondern ist natürlich auf beliebige Web-Sites nebst deren Inhalten erweiterbar: Politik, Shopping, Religion, etc.

Aber: Wo ist der Zusammenhang zwischen Cookies und besuchten Web-Seiten? Ganz einfach: Es gibt keinen! Oder anders gesagt: didyouwatchporn.com funktioniert, allerdings nicht auf Basis der auf dem Rechner eines Besuchers gespeicherten Cookies. Jeder Browser erlaubt einer Web-Site ausschließlich das Lesen der Cookies, die von dieser Site selber erstellt wurden. Es ist also nicht möglich, über das Auslesen irgendwelcher Cookies die besuchten Seiten eines Web-Surfers abzufragen. Demzufolge ist die Darstellung des Journalisten Winter nicht korrekt.

Es bleibt aber natürlich die Frage, wie didyouwatchporn.com funktioniert? In den guten alten Zeiten des Webs gab es den de facto Standard, noch nicht besuchte Links blau, aktivierte Links rot und bereits besuchte Links violett darzustellen. Und alle Web-Designer da draußen sollten nun einen kurzen Moment inne halten und sich fragen, warum so bekannte Platzhirsche wie Google oder Bing immer noch diesen Standards folgen (Hint: KISS, don’t make me think, gelernt ist gelernt).

Um Links entsprechend ihres Status einzufärben oder bspw. in der Adresszeile eine Web-Adresse während der Eingabe zu vervollständigen (oder auch Alternativen anzubieten), muß sich der Browser merken, welche Seiten bereits besucht wurden. Das macht so ein handelsüblicher Browser eben nicht über Cookies sondern über die sog. Browser-History. Im Firefox kann man sich die zuletzt besuchten Seiten bspw. über das Dreieck am rechten Rand der Adresszeile anzeigen lassen. Bei anderen Browsern gibt es ähnliche Möglichkeiten.

Mit entsprechenden Javascript-Kenntnissen lässt sich nun, unsichtbar für den Besucher einer Web-Site, eine beinahe beliebige Menge an URLs/Internet-Adressen durchprobieren, um zu sehen, ob diese schon einmal besucht wurden. Genau so arbeitet auch didyouwatchporn.com. Dort werden nach dem Laden der Seite im Hintergrund 567 Seiten mit mutmaßlich pornografischen Inhalten als unsichtbare Links in die Seite eingebaut. Im Anschluß wird geprüft, ob eine dieser verlinkten Seiten schon einmal besucht wurde. Im Positivfall gibt es eine entsprechende Meldung.

Did you watch porn?

Allen interessierten Lesern, die sich nur ungern für einen Test von didyouwatchporn.com in den Rotlichtbereich des WWW begeben möchten, stellen wir hier eine Test-Site zur Verfügung.

Haben Sie diese Seiten besucht?

Die Seite prüft gemäß Alexa-Ranking mit Stand 02.08.2010 ob eine oder mehrere der deutschen Top 40 Web-Sites schon einmal besucht wurden. Somit testen wir, abgesehen von Platz 28, nur unverfängliche Seiten.

Das Ganze wurde erfolgreich unter MacOS mit Chrome 5.0, Firefox 3.6, Opera 10.6 und unter Win7 mit IE 8.0 getestet. Mit dem Safari Version 5.0 (MacOS) konnte keine der Top 40 Sites als bereits besucht erkannt werden, obwohl einige davon definitiv zuvor besucht worden waren. Hier versagt auch didyouwatchporn.com, so daß Apple möglicherweise diese Lücke im Safari-Browser geschlossen hat.

Zum Stichwort Sicherheit sei noch erwähnt, daß nur das Abschalten der Browser-History vor einer solchen Spähattacke vollständig schützen kann. Löschen der History in Intervallen oder bspw. bei jedem Schließen des Browsers kann die Größe der Browser-History eindämmen und damit zumindest die Menge bereits besuchter Web-Sites, die mit der beschriebenen Systematik ermittelt werden könnten, reduzieren.


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Jul/10
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A better way of entering dates in web formulars

The currently used methods for entering dates in web formulars are awkward. After discussing some of the shortcomings and limitations of the currently used methods, we will propose a better way of entering dates in web formulars.

Drop-Down ListNowadays, we usually encounter either drop down lists or calendars or a combination of the two. Short drop down lists are easily handled. But if they get longer, reaching their bottom-most entries is getting cumbersome. A typical drop down list to enter the day of a date has 31 entries. If you, e.g., want to enter the 29th, you have to move the mouse a pretty long way down the screen to finally arrive at number 29. This takes an awful lot of time. Sometimes, you even have to use the scrollbar inside of a drop down list! (Think of a list of countries.)

CalendarCalendars seem to be a better choice but suffer from one major drawback: Each calendar has to start on a specific date. If you stay in the same month and year you can finish your task quite fast. But if you have to choose a different month or year, you usually end up with multiple clicks of some kind of forward/backward buttons. This is time-consuming and not user friendly.

Bearing Fitts’s and Hick’s Law in mind, we present an alternative approach to entering dates, or any data in general, in web formulars esp. if you are dealing with long lists of values. Our solution uses the standard drop down list formular elements as a mnemonic anchor for the user but extends their functionality in such a way, that input of data with the mouse is easier than with the default elements. There is no change in behaviour for keyboard users.

Take a look at the following mockup showing an example for a typical web formular that requests personal data. Besides input fields for the first and last name, street, ZIP etc. we have three drop down lists for the birthday (“Geburtsdatum”).

The standard behaviour of these web formular elements is clear. Without any changes a click on the day drop down list would show all days from one to 31 with only minor differences in appearance and behaviour depending on the browser used.

Our proposal for a better way of entering dates uses Javascript and Layers/CSS to alter the default behaviour of the drop down lists. Upon activating the, e.g., drop down list for the day of birth using the mouse, a semicircle showing the numbers 1 to 12 springs into existence on the right hand side of the drop down element as shown in the following picture.

This way, all the numbers from 1 to 12 can be reached with the same amount of time using the mouse, i.e., all numbers have the same distance to the drop down list’s button element (i.e. the triangle) conserving mouse movement. Either the fast forward symbol left to number 12 ist used to scroll to the following numbers 13, 14 etc. Or you can use, even more conveniently, the scroll wheel of your mouse. As soon as number 1 scrolls “out” of the semicircle a fast backward symbol is shown at the top of the semicircle. Usability regarding scrolling heavily depends on the scroll speed. This is still subject to testing. A full 360° circle showing all numbers from 1 to 31 would be perfect, but either the circle is getting to big or the numbers are getting too small for the Art Directors to be happy. ;)

No voodoo how the month…

…and year will look like.

We are still optimizing the user experience. First tests indicate a notable improvement in the time used to enter dates in web formulars using the described semicircle-approach. As soon as the tests and optimizations have been finalized, we will show examples so you can try it out for yourself.


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Apr/10
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C64 Klingeltöne für’s iPhone

Bruce Lee, C64 Wer mit dem C64 groß geworden ist, der erinnert sich vielleicht noch an Spieleklassiker wie Gobots, den Joystick-Killer Summergames, Delta oder gar Bruce Lee. Mit Stand 24.12.2009 finden sich mittlerweile unglaubliche 37.801 Commodore 64 Musikstücke in der High Voltage SID Collection. Das ist eher nichts für Dolby Digital, DTS, 9.1 Surround Sound verwöhnte Ohren, aber zum Schwelgen in Erinnerungen an “die gute alte 64er Zeit” reicht es allemahl.

Und wer meint, daß in der historischen Abfolge von ein- zu mehrstimmig piepsenden, dann polyphonen und schließlich wohlklingenden mp3 Klingeltönen, die Zeit überreif für dreistimmige Retro SID Sounds sei, dem kann geholfen werden! In Ergänzung der bei superlevel.de zu findenden C64 Klingeltöne fürs (sic!) iPhone, gibt’s hier noch mehr C64 Klassiker im iPhone-tauglichen m4r-Format (AAC).

Wir starten mit einer Auswahl an Stücken von Chris Hülsbeck, der 1986 mit seinem nach wie vor höhrenswerten Song “Shades” den Musikwettbewerb der damaligen C64-Bibel “64′er” gewann, und seither einer der erfolgreichsten Sound- und Musikproduzenten im Computerspielebereich ist.

iPhone Klingelton (~30 Sek.) mp3-Datei (ungekürzt)
Giana Sisters (631 kB) GianaSisters-TimeWarp1987.mp3 (3,5 MB)
Dulcedo Cogitationis (602 kB) DulcedoCogitationis-1987.mp3 (8,2 MB)
Shades (606 kB) Shades-Markt+Technik1986.mp3 (7,2 MB)
Experiment (872 kB) Experiment-1986.mp3 (737 kB)
Jinks (926 kB) Jinks-RainbowArts1987.mp3 (766 kB)
Antics (565 kB) Antics-TimeWarp1987.mp3 (6,6 MB)
Compilation I (623 kB) CompilationI-Audios1989.mp3 (4,3 MB)
Gem X (602 kB) GemX-KaikoDemonware1991.mp3 (3,4 MB)

Und dann war da noch Rob Hubbard, der uns unvergessliche Sounds für International Karate, Commando, Monty on the Run oder auch Thing on a Spring komponierte. Eines der damaligen Top Spiele, bei denen mindestens ein Quickshot Turbo dran glauben musste, war “Delta”, zu dessen Musik sich Hubbard lt. Wikipedia durch das “Pink Floyd album The Dark Side of the Moon and Philip Glass’ music for Koyaanisqatsi” inspirieren liess. Die bekannten Glass’schen repetetiven Muster finden sich bspw. im unten gelisteten 11-Minuten-Stück(!) “Delta1″ wieder, das während der Spielsequenzen im Hintergrund läuft. “Delta12″ ist übrigens die Titelmelodie des Spiels.

iPhone Klingelton (~30 Sek.) mp3-Datei (ungekürzt)
Delta 1 (569 kB) Delta1-Thalamus1987.mp3 (16,4 MB)
Delta 7 (119 kB) Delta7-Thalamus1987.mp3 (143 kB)
Delta 11 (287 kB) Delta11-Thalamus1987.mp3 (324 kB)
Delta 12 (Title) (655 kB) Delta12-Thalamus1987.mp3 (2,1 MB)
Arcade Classics (606 kB) ArcadeClassics-Firebird1987.mp3 (9,4 MB)
Commando (758 kB) Commando-Elite1985.mp3 (5,7 MB)
The Last V8 (758 kB) TheLastV8-Mastertronic1985.mp3 (3,3 MB)
Sanxion (758 kB) Sanxion-Thalamus1986.mp3 (8 MB)
International Karate (758 kB) InternationalKarate-…1986.mp3 (15,5 MB)
Auf Wiedersehen Monty (758 kB) AufWiedersehenMonty-…1987.mp3 (8,8 MB)
Monty On The Run (782 kB) MontyOnTheRun-1985.mp3 (8,4 MB)

Datasoft hat 1983 dem zu diesem Zeitpunkt seit zehn Jahren verstorbenen Gott der Kampfkünste, gemeint ist Bruce Lee, ein Denkmal mit dem gleichnamigen Spiel auf dem C64 gesetzt. Im folgenden, neben Bruce Lee, einige weitere bekannte Titel als iPhone Klingelton und ungekürzte mp3-Datei.

iPhone Klingelton (~30 Sek.) mp3-Datei (ungekürzt)
Yie Ar Kung Fu (758 kB) YieArKungFu-Imagine1985.mp3 (13 MB)
Game Over (758 kB) GameOver-Imagine1987.mp3 (7,4 MB)
Arkanoid (758 kB) Arkanoid-Imagine1987.mp3 (3,3 MB)
Jumpman Jr. (115 kB) JumpmanJr-Epyx1983.mp3 (319 kB)
Ghostbusters (758 kB) Ghostbusters-Activision1984.mp3 (5,7 MB)
G.I. Joe (397 kB) GIJoe-Epxy1985.mp3 (340 kB)
Boulder Dash (467 kB) BoulderDash-1stStarSW1984.mp3 (414 kB)
Beach Head II (758 kB) BeachHeadII-AccessSW1985.mp3 (893 kB)
Infernal Runner (758 kB) InfernalRunner-Loriciel1985.mp3 (918 kB)
Bruce Lee (193 kB) BruceLee-Datasoft1983.mp3 (549 kB)
BMX Simulator (782 kB) BMXSimulator-Codemasters1986.mp3 (1,1 MB)
David Music Demo #2 (782 kB) MusicDemo#2-…1985-86.mp3 (1 MB)
Gobots (782 kB) Gobots-Ariolasoft1987.mp3 (4,9 MB)
Rambo II (758 kB) RamboII-Ocean1986.mp3 (5,1 MB)

Weiterführende Informationen: Die weiter oben bereits erwähnten C64 Klingeltöne fürs (sic!) iPhone von Daniel gehosted bei superlevel.de. Eine Beschreibung, wie aus den C64 SIDs Klingeltöne für das iPhone produziert werden können. Die wahrscheinlich vollständigste Sammlung an C64 Klingeltönen als mp3-Dateien, die von Stone Oakvalley mit Original-64ern aufgenommen wurden gibt es in Stone Oakvalley’s Authentic SID Collection. Noch einmal etwa 400 mp3s, die durch Verwendung einer HardSID-Karte ebenfalls sehr authentisch klingen dürften im SID 6581/8580 Recordings Archive. Und die Homepage der High Voltage SID Collection mit der, Stand 03.05.2010, unglaublichen Menge von 37801 SIDs.


Category » iPhone
3
Apr/10
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Scrolling, flexible Eingabefelder, Conversion Rate und die Top 10 Erfolgsfaktoren/Fehler im Web Development

Eine kurze Sammlung interessanter Web-/Blogartikel, die sich mit dem Scroll-/Leseverhalten von Web Usern, flexiblen Eingabefeldern, der Conversion Rate als nur einer von vielen wichtigen Web Metriken und den Top 10 Erfolgsfaktoren und Fehlern im Web Development beschäftigen.

Jakob Nielsen, Altmeister der Usability, berichtet von einer Eyetracking Studie zum Thema Scrolling and Attention. Wesentliche Erkenntnis: Obwohl vertikales Scrolling auf Web-Seiten mittlerweile gelernt und akzeptiert ist, verwenden nach wie vor 80% der Web User ihre Zeit, um Informationen “above the page fold” zu betrachten. Es lebe Pareto!

Luke Wroblewski schreibt eine kurze Abhandlung über Flexible Credit Card Inputs. Dabei geht es am Beispiel von Eingabefeldern von Kredikartendaten um Vorgaben, die dem Nutzer das Leben erschweren, indem eine Nummer bspw. unbedingt mit oder ohne Leerzeichen, eine Vorwahl mit oder ohne führende Null etc. eingegeben werden muß.

LukeW empfiehlt flexible Eingabefelder, die nicht den Bedürfnissen einer im Hintergrund werkelnden Datenbank entspringen, sondern die intuitiv und ohne Beachtung restriktiver Eingaberegeln vom Nutzer bedient werden können. Don’t make them think!

Dr. Pete fügt im SEOmozBlog der Diskussion um Web Metriken seine Sicht zum Thema When Conversion Rate Isn’t Enough hinzu. Zwar ist die Conversion Rate eine wichtige Größe, um die Performance einer Web Site zu messen. Aber es ist eben nur eine Kennzahl, die, allein betrachtet, keinen Blick auf das große Bild gibt: “We just have to remember to never get so enamored with one metric that we neglect the big picture.”

Und noch einmal Jakob Nielsen – diesmal mit einer älteren Alertbox vom 12. März 2007. Drei Jahre alt, für Web-Verhältnisse gefühlt also eher 20 Jahre, und dennoch topaktuell! In den 10 High-Profit Redesign Priorities geht es um die Top zehn Maßnahmen mit denen das Web Business erfolgreicher wird. Hier sind sie: Email Newsletters, Informative Product Pages, High-Quality Photography, Product Differentiation and Comparisons, Support for Reordering, Simplified Text, Catering to Seniors, Gift-Giving Support, Search und User Testing. Dabei gehört m.E. User Testing eigentlich an den Anfang der Liste, aber Nielsen gibt selber die Erklärung, warum sich dieser Punkt am Ende befindet.

Passend zu den vorangegangen Redesign Priorities noch abschließend seine Top Ten Mistakes in Web Design. Letztes Update in 2007 und ebenfalls allesamt ohne Ausnahme gültig: Bad Search, PDF Files for Online Reading, Not Changing the Color of Visited Links, Non-Scannable Text, Fixed Font Size, Page Titles With Low Search Engine Visibility, Anything That Looks Like an Advertisement, Violating Design Conventions, Opening New Browser Windows und Not Answering Users’ Questions.


Artikel, die Sie ebenfalls interessieren könnten
21
Mar/10
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Nachrichtenaustausch zwischen WordPress, Twitter und Facebook

facebookDer Schockwellenreiter schreibt in einem kurzen Artikel zum Thema Wildes Gezwitscher wie verwirrend die kommunikative Quervernetzung der sozialen Netzwerke werden kann, wenn Dienste wie Youtube, facebook & Co. automatisch Nachrichten twitteruntereinander austauschen. Gezielt eingesetzt, lassen sich aber nützliche Kommunikationsabläufe realisieren: Ein neuer Artikel hier auf der Nullseite wordpress wird über das WordPress Tweeter Plugin automatisch an die Timeline der Nullseite auf Twitter gemeldet und erscheint durch Informations-Pull der facebook Twitter App ebenso automatisch im News Feed von facebook. Hai Tekk!


Category » Nerd Talk
21
Mar/10
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Ten Ten One – Graf Zahl in Japan

Japanse Counting in EnglishIch liebe die Japaner. Die machen so verrückte, unglaublich langweilige Spiele-Shows wie bspw. Takeshi’s Castle. Bei der “Burg Takeshi” war die Grundidee eine reale Umsetzung von Jump’n'Run-Computerspielen wie bspw. Super Mario.

Aber da gibt es noch ganz andere abgefahrene Sachen, wie z.B. in diesem lustigen Youtube-Video Japanese Counting In English, bei dem ein Japaner durch seine außerordentlich kreative Zählweise des Englischen auffällt. Have phun! ;-)


Category » Void
26
Feb/10
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How to waste your lifetime with “The Book of Eli”?

Die Überschrift hätte auch “How to waste your money with The Book of Eli?” lauten können. Oder “How to waste your money AND lifetime with The Book of Eli?” Aber unabhängig vom Variantenreichtum der Überschrift hat die Verschwendung schon längst stattgefunden. Und zwar in dem Moment, da irgendjemand auf die Idee kam, sich mal wieder an einem Endzeitfilm zu versuchen und auch noch einen Produzenten dafür fand.

Der einsame Wanderer

Die einzige künstlerische Leistung von The Book of Eli besteht darin, daß der Film nicht schlechter hätte produziert werden können. Von den drei, maximal vier, interessanteren Szenen wurde eine bereits im Trailer verbraten. In aller Kürze: Der einsame Wanderer Eli gespielt von Denzel Washington schleppt nach der Post-Apokalypse ein Buch quer durch die USA. Das Ganze schon seit 30 Jahren, Wanderziel “Westen”. Bei dem Buch geht es, wenig überraschend, um das letzte Exemplar der Bibel. Und Carnegie (gespielt von Gary Oldman), der böse Gouvernator mit heute-diese-Stadt-morgen-die-ganze-Welt Ambitionen, sucht – wahrscheinlich ebenfalls seit 30 Jahren – nach ebenjenem biblischen Schriebwerk, um sich die Menschen untertan zu predigen. Ja, das war’s weitestgehend. Sogar Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel von 1985 war besser – und der war schon schlecht. ;-) Mehr als rätselhaft, wie dieser Film eine IMDB-Bewertung von 7,1 erhalten konnte…


Category » Void
16
Feb/10
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Switch101 – MacOS Fenster auf Knopfdruck maximieren

Wie schalte ich das aktive Fenster unter MacOS auf Knopfdruck in den Vollbildmodus? Oder genauer: Wie sage ich dem aktiven Fenster, daß es die maximal mögliche Bildschirmfläche zur Anzeige nutzen soll? Das ist es nämlich genau das, was das kleine grüne Knöpfchen aus der ampelfarbenen Buttonleiste jedes Mac-Fensters tut. Allerdings nur, wenn es mit der Maus geklickt wird. Von Haus aus bietet MacOS keinen Tastatur-Shortcut, um diese Funktion aufzurufen.

Mit ein wenig Applescript und einem Tool, daß Hotkey-gesteuert Apple-Skripte starten oder ausführen kann, lässt sich jedoch Abhilfe schaffen. Wir zeigen einen Lösungsweg mit dem sehr mächtigen Productivity Tool Butler von Peter Maurer. Das Tool ist kostenlos und bietet unzählige Möglichkeiten auf die diese Guided Tour neugierig machten könnte.

So geht’s: In Customize-Dialog von Butler ein neues Smart Item “AppleScript” im Hidden-Bereich anlegen. Gewünschten Hotkey im Triggers-Tab wählen. Abschließend den folgenden Kode per Cut’n'Paste in das Source Code-Tab einfügen.

 
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-- A script to automatically zoom the frontmost window. 
-- © 2006 by Daniel Jalkut, Inspired by:
-- http://www.macosxhints.com/article.php?story=20051227001809626&lsrc=osxh
 
tell application "System Events"
  set frontAppName to name of first application process whose frontmost is true
end tell
 
set tryZoomedAttribute to true
set tryMenuScripting to false
set tryButtonScripting to false
set allMethodsFailed to false
 
-- Special cases. For Applications whose behavior we know responds to one or the other
-- method, force that method here.
if (frontAppName is equal to "iTunes") then
  set tryZoomedAttribute to false
  set tryMenuScripting to true
end if
 
if (tryZoomedAttribute is equal to true) then
  tell application frontAppName
    try
      set zoomed of window 1 to not (zoomed of window 1)
    on error
      set tryMenuScripting to true
    end try
  end tell
end if
 
-- Make sure the user has UI scripting enabled before we go on...
if ((tryMenuScripting is equal to true) or (tryButtonScripting is equal to true)) then
  tell application "System Events"
    if UI elements enabled is false then
      tell application "System Preferences"
        activate
        set current pane to pane "com.apple.preference.universalaccess"
        display dialog "UI element scripting is not enabled. Check 'Enable access for assistive devices'"
      end tell
    end if
  end tell
end if
 
if (tryMenuScripting is equal to true) then
  tell application "System Events"
    tell process frontAppName
      try
        click menu item "Zoom" of menu of menu bar item "Window" of menu bar 1
      on error
        set tryButtonScripting to true
      end try
    end tell
  end tell
end if
 
if (tryButtonScripting is equal to true) then
  -- UI Scripting method:
  tell application "System Events"
    try
      tell process frontAppName
        click button 2 of window 1
      end tell
    on error
      set allMethodsFailed to true
    end try
  end tell
end if
 
if (allMethodsFailed is equal to true) then
  display dialog "I'm sorry, I couldn't figure out how to zoom this window."
end if

Category » Switch101
14
Feb/10
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Silicon Power Armor A10 – USB Festplatte stoßsicher nach MIL-STD-810F 516.5d

Armor A10Die USB Festplatte Armor A10 von Silicon Power soll stoßsicher nach militärischen Standards sein. Ist an diesem vollmundigen Werbeversprechen etwas dran? Die mit schwarz/gelbem oder gelb/schwarzem Gummi überzogene Armor A10 wird auf der Website des Herstellers mit “shock tests in compliance with US military grade MIL-STD-810F (transit drop test)” beworben. Dabei soll die Armor A10 26 Stürze aus einer Höhe von 122 cm auf Beton oder andere harte Oberflächen schadlos überstehen.

Armor A10Wer zu viel Zeit hat, der mag sich den Spaß gönnen und einen Blick in die Spezifikation des MIL-STD-810F werfen. Auf den 539 (sic!) Seiten des PDF-Dokuments werden Labortestszenarien für die unterschiedlichsten Rahmenbedingungen definiert, denen ein Objekt während seines Lebenszyklusses ausgesetzt sein könnte. Das reicht von Low Pressure und Contamination by Fluids über Gunfire Vibration bis hin zu Ballistic Shock.

Armor A10Innerhalb der 24 beschriebenen Testmethoden existiert, je nach Methode, eine Untermenge an Testprozeduren. Die Armor A10 soll lt. Website von Silicon Power den Test 516.5 durchlaufen haben. Dessen acht Prozeduren sind (a) Functional Shock, (b) Material to be packaged, (c) Fragility, (d) Transit Drop, (e) Crash Hazard, (f) Bench Handling, (g) Rail Impact und (h) Catapult Launch/Arrested Landing. Ein Catapult Launch der Armor A10 wäre sicher interessant, wenngleich ohne praktischen Nutzen für eine USB Festplatte. Und so ist der Website auch zu entnehmen, daß nur die “Transit Drop” Prozedur getestet wurde. Wir sprechen also von 516.5d.

Der Transit Drop Test wird ab Kapitel 4.5.5 beginnend auf Seite 353 beschrieben.

The intent of this test is to determine the structural and functional integrity of the materiel to a transit drop in its transit or combination case. Perform all tests with a quick release hook or drop tester. In general, there is no instrumentation calibration for the test and measurement information is minimized [...]

Transit or combination case? No instrumentation calibration? Measurement information is minimized? Sehr interessant. Etwas weiter unten heißt es:

For test items under 45kg (100 pounds), the 26-drop requirement (table 516.5-VI) may be divided among up to five samples of the same test item in any combination.

Wenn man dann noch die erlaubten 2,5% Toleranz aus Kapitel 4.5.5.2 hinzunimmt könnte das Testszenario wie folgt ausgesehen haben: Vier von fünf(!) verpackten(!) Armor A10 USB Platten absolvieren jeweils fünf Stürze aus einer Höhe von 1,19 m (1,22 m abzgl. 2,5%) und eine weitere Armor A10 stürzt ganze sechs mal. Kommen sie unversehrt aus der Verpackung gilt “shock tests in compliance with US military grade MIL-STD-810F (transit drop test)”. Glückwunsch!


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